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Akkreditierung ausländischer Botschafter


Wenn ein ausländischer Staat einen Botschafter in die Bundesrepublik Deutschland entsenden möchte, so gilt umgekehrt das gleiche Verfahren wie bei der Entsendung deutscher Diplomaten. Der Staat muss klären, ob die Bundesrepublik dieser Entsendung zustimmt und sucht um Erteilung des Agréments durch den Bundespräsidenten nach.

Bei der Akkreditierung in Deutschland wird der designierte Botschafter mit kleinem militärischen Zeremoniell vor dem Amtssitz des Bundespräsidenten empfangen. Danach trägt er sich in der Galerie in das Gästebuch ein. Anschließend begibt er sich mit hochrangigen Botschaftsmitarbeitern in den Langhanssaal von Schloss Bellevue, wo er dem Bundespräsidenten sein Beglaubigungsschreiben und das Abberufungsschreiben seines Vorgängers überreicht.

Dann ziehen sich der neue Botschafter und der Bundespräsident zu einem ersten Gespräch zurück, das nicht nur die Gelegenheit zum gegenseitigen Kennenlernen bietet, sondern auch zur Übermittlung von politischen Nachrichten genutzt wird. Zum Abschluss wird der Botschafter erneut mit einem kleinen militärischen Zeremoniell verabschiedet, bei dem als Zeichen, dass der neue Botschafter sein Amt jetzt rechtswirksam ausübt, die Nationalflagge seines Landes vor Schloss Bellevue gehisst wird. Die Fahrten von und zum Amtssitz unternimmt der neue Botschafter im Wagen des Bundespräsidenten. Die Berliner Polizei stellt eine Ehreneskorte von fünf Motorradfahrern.