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Ernennung deutscher Botschafter

Ein deutscher Botschafter ist im Ausland der persönliche Vertreter des Bundespräsidenten bei einem fremden Staatsoberhaupt. Mehrere Schritte sind bis zum Amtsantritt eines Botschafters im Ausland notwendig:

  • Über die Besetzung der Botschafterposten entscheidet zunächst das Bundeskabinett auf Vorschlag des Auswärtigen Amts.
  • Zu dieser Entscheidung wird die Zustimmung des Bundespräsidenten eingeholt.
  • Das Auswärtige Amt fragt im Empfängerstaat nach, ob dieser der Ernennung des Diplomaten zum Botschafter zustimmt, d.h. ob er ihm das sogenannte Agrément erteilt.
  • Nach Erteilung des Agréments ernennt der Bundespräsident die vorgeschlagene Person zum Botschafter und unterzeichnet ein entsprechendes Beglaubigungsschreiben.
  • Der Botschafter übergibt dem Staatsoberhaupt des Empfängerstaates das Beglaubigungsschreiben. Dieser Akt, Akkreditierung genannt, ermöglicht ihm die Aufnahme der Amtsgeschäfte als Botschafter im Empfängerland.

Zusatzinformationen

Bundespräsident Heinrich Lübke mit Präsident Charles de Gaulle in Paris Bundespräsident Heinrich Lübke, der deutsche Botschafter Manfred Klaiber und Staatspräsident Charles de Gaulle bei einem Abendempfang anlässlich der Einweihung der Botschafterresidenz im Palais Beauharnais. © Jens Gathmann