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Wirken im Ausland

Gemäß Artikel 59 Absatz 1 Grundgesetz vertritt der Bundespräsident die Bundesrepublik völkerrechtlich, schließt in ihrem Namen Verträge mit auswärtigen Staaten, beglaubigt ausgehende deutsche Diplomaten und empfängt alle ausländischen Botschafter in Deutschland.

Viele Herausforderungen des 21. Jahrhunderts können nur noch in internationaler Zusammenarbeit gelöst werden. Der Bundespräsident nutzt seine Kontakte ins Ausland und zu internationalen Institutionen, um an der Lösung globaler Probleme mitzuwirken. Hierzu zählen etwa die Wahrung des Friedens, die Terrorbekämpfung, der Schutz von Umwelt und Klima. Der Bundespräsident setzt sich insbesondere auch ein für die Menschenrechte, die Förderung der Rechtstaatlichkeit und die friedliche Lösung von Konflikten.

Aus den außenpolitischen Aktivitäten des Bundespräsidenten entstehen oft Projekte und Initiativen, für die er die Schirmherrschaft übernimmt. Beispiele hierfür sind Programme zum deutsch-israelischen Jugendaustausch und die Deutsche Welthungerhilfe.

Der Dialog der Kulturen und Religionen liegt dem Bundespräsidenten am Herzen. Gerade in Zeiten weltweiter Kommunikation kommt dem Austausch der Kulturen sowie unterschiedlicher religiöser oder weltanschaulicher Gruppen besondere Bedeutung zu, um Vorbehalte abzubauen und das gegenseitige Verständnis zu fördern.

Der Bundespräsident pflegt besonders enge Beziehungen zu den europäischen Nachbarn sowie das einzigartige Verhältnis zu Israel. Er tritt dafür ein, dass Europa seine Werte und Überzeugungen mit einer Stimme vertritt und die weltweite Zusammenarbeit fördert. Deshalb stellt er Gemeinsamkeiten zwischen Ländern unterschiedlicher Entwicklungsstufen in den Vordergrund und sieht Entwicklungspolitik als Engagement über den Tag hinaus.