Navigation und Service

Räume der Villa Hammerschmidt

Erdgeschoss

Im Erdgeschoss der Villa Hammerschmidt befinden sich die Repräsentationsräume. Einrichtung und Kunst sind größtenteils Eigentum des Bundes, bestehen aber auch aus Leihgaben deutscher Museen sowie des Künstlers Karl Otto Götz (*1914).

Götz‘ Gemälde sind in der Eingangshalle zu sehen. Im Speisesaal und im Empfangssaal hängen Werke von Bernhard Schultze (1915–2005). Die beiden Maler, die mit dem Rheinland eng verbunden sind, gehörten 1952 zu den Gründungsmitgliedern der Künstlergruppe "Quadriga". Als Vertreter der "informellen Kunst" verbanden sie Elemente der abstrakten Malerei und des Expressionismus. Mit ausdrucksstarken Farben, Bewegung und Abstraktion in ihren Werken prägten sie die deutsche Kunstszene nachhaltig und trugen zu ihrer internationalen Öffnung nach dem Zweiten Weltkrieg bei.

Die markanten Porträts großer deutscher Persönlichkeiten, wie Ernst Haeckel, Mary Wigman oder Richard Strauss, bestimmen das Kaminzimmer und die Galerie. Die Aufnahmen stammen von dem Künstler Hugo Erfurth (1874–1948). Ebenfalls im Kaminzimmer sind Bilder aus dem Werk "Menschen des 20. Jahrhunderts" des deutschen Fotografen August Sander (1876–1964) zu sehen. Sie zeigen Menschen in der Weimarer Republik, zum Beispiel eine Bauernfamilie oder einen Konditor. Damit leistete der Künstler einen wesentlichen Beitrag zur Anerkennung der Fotografie als künstlerisches Medium.

Obergeschoss

Das Obergeschoss beherbergt die Privaträume des Bundespräsidenten sowie Kaminzimmer und Balkonzimmer, die für Besprechungen genutzt werden. Die Aufteilung der Räume in der Villa Hammerschmidt wurde trotz mehrfacher Umbauten nicht verändert.

Das Kaminzimmer im Obergeschoss wird von dem Bild "Talbo" von Karl Otto Götz geprägt. Zuvor war an dieser Stelle Götz‘ Gemälde "Jonction III." (1991) zu sehen. Diese Dauerleihgabe des Künstlers hängt seit 2009 wieder im Deutschen Bundestag in Berlin.

Das Mobiliar in der Villa Hammerschmidt – im Stile des französischen Empires von 1830 – stammt aus Schloss Wilhelmshöhe bei Kassel. Bundespräsident Richard von Weizsäcker initiierte den Austausch von Gemälden und Möbeln mit deutschen Museen, um den zahlreichen Besucherinnen und Besuchern der Villa moderne deutsche Kunst zu präsentieren.