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Gustav Heinemann (1969 – 1974)

DatumBiographie
1899Geboren am 23. Juli in Schwelm (Westfalen)
1909 – 1917Realgymnasium Essen
1917 – 1918Soldat
1919 – 1923

Studium der Rechtswissenschaft, Volkswirtschaft und Geschichte in Münster, Marburg, München, Göttingen und Berlin.

Aktiv in Studentengruppen der Deutschen Demokratischen Partei

1920Von Kapp-Anhängern (Kapp-Putsch) kurzfristig inhaftiert
1922

Promotion in Marburg zum Dr. der Staatswissenschaften (Dr. rer. pol.)

1922Erste juristische Staatsprüfung
1926Rechtsanwalt in Essen
1929Promotion in Münster zum Dr. jur.
1928 – 1936Als Rechtsanwalt zugleich Justitiar und Prokurist der Rheinischen Stahlwerke in Essen
1936 – 1949Vorstandsmitglied der Rheinischen Stahlwerke in Essen
1930Beitritt zum Christlich-Sozialen Volksdienst
1923 – 1939Dozent (Lehrauftrag) für Bürgerrecht und Wirtschaftsrecht an der Universität zu Köln
ab 1933

Mitglied der Bekennenden Kirche. Beteiligung an deren Synoden, insbesondere an der Barmer Synode Mai 1934 ("Barmer Erklärung").

Beteiligung an der Herstellung und Verbreitung von Flugschriften der Bekennenden Kirche

1936 – 1950Vorsitzender des CVJM in Essen
1936

Aufforderung zum Eintritt in den Vorstand des Rheinisch-Westfälischen Kohlensyndikats wird zurückgezogen wegen

Weigerung, auf weitere Tätigkeit in der Bekennenden Kirche zu verzichten

1945 – 1967Mitglied des in Treysa konstituierten Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD)
1945"Stuttgarter Erklärung" des Rates der EKD
1945 – 1962Mitglied der Leitung der Evangelischen Kirche im Rheinland
1946 – 1949Oberbürgermeister in Essen
1947 – 1950Abgeordneter des Landtages von Nordrhein-Westfalen
1947 – 1948Justizminister in Nordrhein-Westfalen
1948Weltkirchenversammlung Amsterdam
1948 –1961Mitglied der Kommission für Internationale Angelegenheiten des Weltkirchenrates (CCJA)
1948Präsident der verfassungsgebenden Kirchenversammlung in Eisenach (Gründung der EKD)
1949 – 1955Präses der Synode der EKD
1949Beteiligt an der Konstituierung des Deutschen Evangelischen Kirchentages
1949Innenminister der ersten Bundesregierung unter Konrad Adenauer
1950Rücktritt als Innenminister aus politischen Gründen
1951Gründung der Notgemeinschaft für den Frieden Europas
1952Austritt aus der CDU
1952Mitbegründer der Gesamtdeutschen Volkspartei
1954Besuchsreise in die Sowjetunion auf Einladung des Patriarchen der Russisch Orthodoxen Kirche
1954Weltkirchenversammlung in Evanston
1957Auflösung der Gesamtdeutschen Volkspartei - Eintritt in die SPD
1957 –1969Mitglied des Deutschen Bundestages
1958Mitglied des Parteivorstandes der SPD
1961Weltkirchenversammlung in Neu-Delhi
1966 – 1969Bundesminister der Justiz in der Regierung Kiesinger/Brandt
1969 – 1974Bundespräsident
1976Gustav Heinemann stirbt am 7. Juli