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Wilhelmine Lübke

Wilhelmine Lübke Offizielles Porträt von Wilhelmine Lübke im Jahr 1965. Quelle: BPA

Wilhelmine Keuthen wurde am 9. Mai 1885 im Sauerland geboren. Sie wurde zunächst Volksschullehrerin und unterrichtete in Hamm, legte aber bald eine Ergänzungsprüfung für den höheren Schuldienst ab und begann 1911 das Studium der Mathematik, Philosophie und Germanistik in Münster. Danach unterrichtete sie an Gymnasien, unter anderem in Berlin, wo sie Heinrich Lübke kennen lernte. 1929 heiratete Wilhelmine den neun Jahre jüngeren Heinrich und gab ihren Beruf auf. Sie lernte eine Fremdsprache nach der anderen, was ihr später als First Lady zugute kam.

1934 wurde ihr Mann für mehrere Monate verhaftet. In dieser Zeit hielt sich Wilhelmine Lübke durch Nachhilfestunden und das Vermieten von Zimmern in ihrem Einfamilienhaus über Wasser. Gegen Ende des Kriegs verließ sie wegen der Bombenangriffe Berlin und zog zu ihrer Schwester nach Düsseldorf, wohin ihr Mann ihr 1945 folgte. 1953 führte die politische Karriere Heinrich Lübke nach Bonn, so dass auch Wilhelmine die Bundeshauptstadt ebenso wie das internationale Parkett kennen lernte. Als ihr Mann 1959 zum Bundespräsidenten gewählt wurde, war sie daher gut vorbereitet.

So wie der Name von Elly Heuss-Knapp mit dem Müttergenesungswerk verbunden ist, steht Wilhelmine Lübke für das Kuratorium Deutsche Altershilfe, das - über die damals bestehenden Alten- und Pflegeheime hinaus – bis heute für die Einrichtung von Altenwohnheimen, Essen auf Rädern und Hauspflegediensten sorgt. Wilhelmine Lübke starb 1981 in Bonn.