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Besuch des Sprachkursprojektes "Liechtenstein Languages"


Daniela Schadt hat am 16. September gemeinsam mit der Erbprinzessin von und zu Liechtenstein das Sprachkursprojekt "Liechtenstein Languages" in den Räumen des Malteser Hilfsdienstes in Berlin-Charlottenburg besucht. Nach der Vorstellung des Projektes betonte Daniela Schadt die besondere Bedeutung von Deutschkenntnissen für eine gelungene Integration: "Sprache dient auf der einen Seite der Orientierung der Neuankömmlinge in einer neuen Umgebung. Ohne Sprachkenntnis ist das Erleben und Erlernen der Regeln unseres Gemeinwesens und unserer Kultur und nicht zuletzt unserer Werte nur schwer möglich. Sprache zeugt auf der anderen Seite von Respekt vor und Interesse an der aufnehmenden Gesellschaft. Sie kann daher den Weg zur gegenseitigen Akzeptanz ebnen."

Der seit dem 12. September laufende Sprachkurs in Berlin wurde von der Initiative "Liechtenstein Languages" und dem Malteser Hilfsdienst organisiert. Ziel der in Liechtenstein entwickelten Sprachkurse nach der Methode "Neues Lernen" ist es, Asylbewerber in ihren speziellen Lebenssituationen zu unterstützen. Sie erhalten Wissen zur Erstorientierung, verbunden mit den dazu notwendigen Deutschkenntnissen. Der Fokus liegt auf einer rasch erlangten ersten Sprechfähigkeit und Orientierung.

Ansprache von Daniela Schadt:

Ich danke Ihnen für die Einladung zum Startschuss des Liechtensteins Languages-Kurses in Berlin.

Ich bin der festen Überzeugung, dass Sprache der Schlüssel zu einem guten Zusammenleben der Kulturen und letztendlich zur gelungenen Integration der geflüchteten Menschen in unsere Gesellschaft ist.

  • Sprache dient auf der einen Seite der Orientierung der Neuankömmlinge in einer neuen Umgebung. Ohne Sprachkenntnis ist das Erleben und Erlernen der Regeln unseres Gemeinwesens und unserer Kultur und nicht zuletzt unserer Werte nur schwer möglich.
  • Das Erlernen einer Sprache zeugt auf der anderen Seite von Respekt vor und Interesse an der aufnehmenden Gesellschaft.

Schon der deutsche Schriftsteller Martin Kessel wusste "Wer eine Fremdsprache lernt, zieht den Hut vor einer anderen Nation." Sprache kann daher den Weg zur gegenseitigen Akzeptanz ebnen.

Sprachkenntnisse sind aber in erster Linie auch Mittel zur Selbsthilfe. Sie sind von besonderer Bedeutung für die erste Zeit in Deutschland, wenn elementare Dinge – wie ein Bett zum Schlafen und die tägliche Versorgung mit dem Nötigsten – oft noch ungeklärt sind. Hier setzt die Unterrichtsmethode "Neues Lernen" der Initiative Liechtenstein Languages an. Den Flüchtlingen soll damit nicht Goethe oder Kant nahegebracht werden, sondern die Asylbewerber werden in ihren speziellen Lebenssituationen durch einfaches, aber auf ihre Bedürfnisse zugeschnittenes Fachvokabular unterstützt.

Liebe Malteserinnen und Malteser, ich bin dankbar, dass Sie Sprachtrainer der Unterrichtsmethode Neues Lernen ausbilden und dieses Programm zusätzlich zu den regulären Volkshochschul- und Integrationskursen nun auch hier in Berlin umsetzen werden.