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Besuch beim Erntedankfest des Evangelischen Johannesstift

Daniela Schadt hat eine Ansprache bei der Übergabe der Erntekrone gehalten anlässlich des Besuchs beim Erntedankfest des Evangelischen Johannesstifts in Berlin Berlin, 25. September 2016 Besuch beim Erntedankfest des Evangelischen Johannesstifts – Ansprache bei der Übergabe der Erntekrone © Evangelisches Johannesstift

Daniela Schadt hat am 25. September das Erntedankfest des Evangelischen Johannesstifts in Spandau, eines der größten christlichen Volksfeste in Berlin-Brandenburg, besucht. Bei einem Rundgang über das Gelände informierte sie sich über die vielfältigen Angebote sozialer Teilhabe, die das Stift nicht nur seinen Bewohnern eröffnet. Der diakonische Wirkungskreis des Johannesstifts schließt alle Menschen, ganz unabhängig von ihrer Lebensphase, mit ein und unterstützt sie entsprechend ihrer individuellen Bedürfnisse.

In ihrem Grußwort bei der Übergabe der Erntekrone würdigte Daniela Schadt dieses umfassende Engagement.

Ansprache von Daniela Schadt:

(Änderungen vorbehalten. Es gilt das gesprochene Wort.)

Es ist wunderbar, dass ich heute bei Ihnen sein kann! Schon bei der Ankunft und dem kurzen Gang über das Gelände habe ich die ganz besondere, fröhliche und verbindende Atmosphäre gespürt, für die Ihr jährliches Erntedankfest über die Grenzen Berlins hinaus bekannt ist.

Und Sie haben in der Tat allen Grund, Ihr Miteinander zu feiern. Gemeinschaft, Teilhabe und Solidarität – das sind Begriffe, die hier niemandem fremd sind. Mit Ihrem Leitbild "Den Menschen lieben" drücken Sie das Zugehörigkeitsgefühl aus, das uns alle hier verbindet: ganz gleich ob mit oder ohne Behinderung, ob mit jahrzehntelanger Lebenserfahrung oder noch im Vorschulalter, ob alteingesessen oder neu in Deutschland – jede und jeder hat einen Platz. Das gefällt mir ungemein.

Und noch schöner: zum Erntedankfest öffnen Sie Ihre Pforten und laden dazu ein, für einen Tag lang ein Teil Ihrer Idee und Ihrer Gemeinschaft zu sein. Sie machen Mut. Und mich spricht das Motto Ihres diesjährigen Erntedankfestes "Steh auf!" daher auch besonders an. Zusammenstehen, nicht verzagen, gemeinsam neue Wege ausprobieren – möge Ihre Botschaft laut und weit klingen.

Lieber Herr von Essen, Sie und alle im Johannesstift Engagierten haben unter Ihrem Dach bereits eine Fülle von Angeboten versammelt für Menschen mit ganz unterschiedlichen Bedürfnissen. Umso bemerkenswerter ist es, dass Sie sich damit nicht einfach zufriedengeben. Das Johannesstift behält aktuelle Herausforderungen im Blick und engagiert sich dort, wo soziale Teilhabe noch weiter ausgebaut werden kann. Der Neubau der "Schule ohne Grenzen" oder Ihr Einsatz für Geflüchtete sind nur zwei Beispiele dafür. Ich möchte auch Ihre Jugendberufshilfe besonders hervorheben, denn dieses Anliegen beschäftigt mich schon seit Längerem: Nicht alle Jugendlichen haben die gleichen Startchancen, erst vor wenigen Tagen lasen wir von einer neuen Studie über Kinderarmut in Deutschland und ihre Auswirkungen auf die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen. Das Johannesstift hat diese Hürden längst erkannt und hilft jungen Menschen auf ihrem gelegentlich beschwerlichen Weg in ein selbstbestimmtes Erwachsenenleben. Ich danke Ihnen dafür, dass Sie sich auf solch vielfältige Weise für das Gemeinwohl und Chancengerechtigkeit engagieren.

Uns allen wünsche ich einen schönen und gesegneten Festtag, den wir noch lange und gerne in Erinnerung behalten.