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Ordensverleihung zum Tag der Deutschen Einheit

Bundespräsident Joachim Gauck verleiht das Große Verdienstkreuz an Gerd Ruge Schloss Bellevue, 6. Oktober 2014 Verleihung des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland anlässlich des Tages der Deutschen Einheit – Überreichung des Großen Verdienstkreuzes an Gerd Ruge © Sebastian Bolesch

Bundespräsident Joachim Gauck hat am 6. Oktober 16 Frauen und 21 Männer aus allen Bundesländern in Schloss Bellevue mit dem Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet. Die 37 Bürgerinnen und Bürger sind im sozialen, gesellschaftspolitischen, kirchlichen und kulturellen Bereich aktiv oder engagieren sich in Kunst und Wissenschaft. Zu den Geehrten gehörten auch Aktive der Demokratiebewegung in der DDR von 1989, die sich durch ihr mutiges Engagement besonders verdient gemacht haben.

Folgende Bürgerinnen und Bürger werden ausgezeichnet:

Baden-Württemberg

Waltraud Kannen, Ehrenkirchen
Verdienstkreuz am Bande

Die Geschäftsführerin der Sozialstation Südlicher Breisgau setzt sich seit vielen Jahren für Menschen mit Demenz ein. Gemeinsam mit den Kommunen im Einzugsbereich der Sozialstation wirkt sie mit an Konzepten zum Umgang mit dem Alter, dem Aufbau von Be-treuungsgruppen und der Planung einer Tagespflegeeinrichtung. Über ihre berufliche Aufgabe hinaus engagiert sie sich seit langem auch ehrenamtlich bei der Betreuung von Menschen mit Demenz. Zudem ist sie Vorsitzende des Netzwerkes "Freiburger Modell" – Wohnformen für Menschen mit Demenz, hat eigenständig Gruppen für Betroffene aufgebaut und war einige Jahre im Vorstand der "Alzheimer Gesellschaft Baden-Württemberg" als Beisitzerin aktiv. Außerdem hat sich Waltraud Kannen auch kommunalpolitisch im Gemeinde- und im Kreisrat engagiert.

Prof. Dr. h. c. Wolfgang Rihm, Karlsruhe
Großes Verdienstkreuz mit Stern

Wolfgang Rihm ist einer der international erfolgreichsten und kreativsten zeitgenössischen Komponisten. Sein großes und vielfältiges Werk umfasst alle musikalischen Gattungen – Opern, sinfonische Werke, Konzerte, Ensemblestücke, Kammermusik, Streichquartette, Chorwerke und Vokalstücke. Zu seinen neueren Werken gehört die Oper Dionysos nach Texten von Friedrich Nietzsche, deren Libretto er auch selbst verfasst hat. Neben seinem kompositorischen Schaffen ist Wolfgang Rihm seit dem Jahr 1985 Professor für Komposition an der Hochschule für Musik Karlsruhe. Viele seiner Studenten sind inzwischen international anerkannte Komponisten. Außerdem ist er Autor zahlreicher Bücher. Seit Jahrzehnten übernimmt Wolfgang Rihm zudem immer wieder Ehrenämter und öffentliche Funktionen im Musikleben. Im Jahr 2012 wurde er neues Mitglied im "Orden Pour le mérite für Wissenschaften und Künste".

Erzbischof em. Dr. Dr. h. c. Robert Zollitsch, Freiburg
Großes Verdienstkreuz mit Stern

Erzbischof Robert Zollitsch war von Februar 2008 bis März 2014 Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz. Dabei hat er mit Stellungnahmen zu gesellschaftspolitischen Themen einen wichtigen Beitrag zu aktuellen Debatten geleistet. Eines seiner großen Anliegen ist stets die Ökumene gewesen. Besonders verdient gemacht hat sich Erzbischof Robert Zollitsch auch um den jüdisch-christlichen Dialog und um die Versöhnung mit Polen. Seine persönlichen Erfahrungen im Zweiten Weltkrieg haben ihn zu einem leidenschaftlichen Brückenbauer und engagierten Europäer werden lassen. In besonderer Weise tritt er für gesellschaftliches Engagement ein: "Wer wie ich eine schreckliche Diktatur erleben musste, der wird zum leidenschaftlichen Demokraten". Sowohl als Geistlicher als auch als "homo politicus" setzt er sich für die Würde des Menschen und das Wohl der Gesellschaft unermüdlich ein.

Bayern

Okwui Enwezor, München
Verdienstkreuz 1. Klasse

Okwui Enwezor zählt seit langem zu den herausragenden Kuratoren in der Bundesrepublik Deutschland. Im Fokus seiner Arbeit stehen gesellschaftliche Themen und die Kunst im globalen Zeitalter. Er war künstlerischer Leiter der Documenta11 in Kassel im Jahr 2002. Es ist sein Verdienst, dass seit dieser Documenta der bislang überwiegend europäisch geprägte Blick auf die Kunst deutlich erweitert wurde. So verhalf Okwui Enwezor der afrikanischen, arabischen und asiatischen Kunst zu größerer Aufmerksamkeit innerhalb der Gegenwartskunst und stellte gesellschaftliche und außereuropäische Fragen und Themen in das Zentrum des Konzepts der Documenta. Mit seiner kuratorischen Arbeit gelingt es ihm, eine breite Öffentlichkeit zu erreichen. Seit dem Jahr 2011 ist Okwui Enwezor Direktor des "Haus der Kunst" in München.

Dieter Hanitzsch, München
Verdienstkreuz 1. Klasse

Dieter Hanitzsch ist es in besonderer Weise zu verdanken, dass die Kunstform der Karikatur wesentlich zur demokratischen Kultur in der Bundesrepublik Deutschland gehört. In seinen pointierten Zeichnungen hinterfragt und kommentiert er seit Jahrzehnten das aktuelle politische Zeitgeschehen. "Ich bin ein Journalist, der nicht schreibt, sondern zeichnet", sagt er über sich. Dieter Hanitzsch hat dabei Generationen von Leserinnen und Lesern verschiedenster Publikationen oft einen neuen Blick auf politische Sachverhalte ermöglicht und der Karikatur eine wichtige politische Funktion als kritisches Element verliehen. Seine Werke – bis heute hat er mehr als 18.000 Zeichnungen geschaffen – wurden zudem in zahlreichen Büchern veröffentlicht und in vielen Ausstellungen gezeigt.

Elisabeth Meixner-Mücke, München
Verdienstkreuz am Bande

Elisabeth Meixner-Mücke engagiert sich für schwerkranke Kinder, die ihre Schule nicht besuchen können. Sie war Rektorin der staatlichen "Schule für Kranke München" und hat sich weit über ihre beruflichen Pflichten hinaus dafür eingesetzt, dass die Kinder im Krankenhaus oder zu Hause einen fundierten Unterricht erhalten und der Kontakt zu ihren Heimatschulen bestehen bleibt. Um die Öffentlichkeit über Unterstützungsmöglichkeiten bei langen Erkrankungen zu informieren, hat Elisabeth Meixner-Mücke zusammen mit dem Bayerischen Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst ein Filmprojekt realisiert. Darüber hinaus ist Elisabeth Meixner-Mücke auch an internationalen Projekten zur Etablierung qualifizierter Ausbildungseinheiten zum Thema "Schule für Kranke" beteiligt.

Gerd Ruge, München
Großes Verdienstkreuz

Gerd Ruge ist der Wegbereiter der modernen Auslandsreportage. Er hat dieses Genre im deutschen Fernsehen maßgebend geprägt. Mit seinen Fernsehreportagen aus Russland, den USA und China leistet er bis heute einen wichtigen Beitrag zum Verständnis anderer Länder und Kulturen und damit auch zum Selbstverständnis der Deutschen. In besonderem Maße hat sich Gerd Ruge zudem der Ausbildung des Berufsnachwuchses gewidmet. 1998 hat er einen neuen Lehrstuhl für Fernsehjournalismus an der Hochschule für Fernsehen und Film München mit aufgebaut und im Jahr 2002 gemeinsam mit der Film- und Medienstiftung Nordrhein-Westfalen das Gerd-Ruge-Stipendium ins Leben gerufen. Stets ist Gerd Ruge auch für die Wahrung der Menschenrechte und für humanistische Werte eingetreten. Neben seinem journalistischen Wirken hat er sich für "Amnesty International" engagiert und gehörte im Jahr 1961 zu den Gründern der deutschen Sektion.

Lothar Schirmer, München
Verdienstkreuz 1. Klasse

Lothar Schirmer hat im Jahr 1974 den Kunstbuchverlag Schirmer/Mosel mitgegründet, den ersten europäischen Verlag mit dem Programmschwerpunkt Autorenphotographie. Bei Schirmer/ Mosel werden seither viele Standardwerke verlegt, die für die zeitgenössische Kunst und die Kunstvermittlung bedeutend geworden sind. Lothar Schirmer ist es zudem gelungen, Künstlerinnen und Künstler für den Verlag zu gewinnen, die in der Zeit des Nationalsozialismus verfolgt und aus Deutschland vertrieben worden waren. Im Laufe der Jahre hat er das Verlagsprogramm um die Bereiche klassische Kunst, Film und Literatur erweitert. Lothar Schirmer genießt als bedeutender Kunstbuchverleger im deutschsprachigen Raum großes Ansehen und ist als Verleger auch international präsent. Er hat weit über die nationalen Grenzen hinaus das Ansehen der Bundesrepublik Deutschland als Kulturstandort gemehrt.

Berlin

Götz George
Großes Verdienstkreuz

Götz George hat Film und Fernsehen in der Bundesrepublik Deutschland mitgeprägt. Er hat immer wieder hochkarätige Rollen gespielt und mit einigen der besten Regisseure des deutschen Films zusammengearbeitet. Seine darstellerische Bandbreite ist legendär und zeigt sich in der hohen Zahl der ihm verliehenen Auszeichnungen. So erhielt er bei der Berlinale 2013 den Ehrenpreis des Deutschen Schauspielpreises für sein Lebenswerk. Über seine Arbeit als Schauspieler hinaus hat sich Götz George stets auch sozial engagiert. Er hat sich für die "Deutsche Krebshilfe" eingesetzt, an einer Kampagne des "Weißen Rings" gegen Kindesmissbrauch teilgenommen und eine Kampagne der Stadt Duisburg für mehr bürgerschaftliches Engagement beworben.

Prof. h. c. Volker Koepp (Herrenstein, Brandenburg)
Verdienstkreuz 1. Klasse

Volker Koepp wurde mit seinen Dokumentarfilmen zu einem Chronisten der ostdeutschen Zeitgeschichte. Einzigartig ist dabei sein Stil, einfühlsam Menschen im Alltagsleben ihrer Heimat zu zeigen, die geprägt ist durch die wechselvolle Geschichte des 20. Jahrhunderts. Sein künstlerisches Profil hat er vor allem mit dem "Wittstock-Projekt" entwickelt, in dem er das Leben einer Gruppe junger Frauen aus Brandenburg von 1975 bis Mitte der 1990er-Jahre begleitet hat. In zahlreichen weiteren Dokumentarfilmen hat er die Lebensbedingungen auch in Osteuropa aufgezeichnet, zuletzt in seinem Film "In Sarmatien", einer Reise durch die Ukraine, die Republik Moldau und Weißrussland bis in das russische Kaliningrader Gebiet. Volker Koepp hat mit seinen Filmen nachdrückliche Zeitdokumente geschaffen. Er ist Ehrenprofessor der Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf. Außerdem hat er an der Akademie der Künste in Berlin die Sektion "Film- und Medienkunst" geleitet.

Jürgen Litfin
Verdienstkreuz am Bande

In Erinnerung an seinen Bruder Günter Litfin – dem ersten erschossenen Flüchtling an der Berliner Mauer – und an alle anderen Mauertoten hat Jürgen Litfin im Jahr 2003 in einem der letzten erhaltenen Wachtürme in Berlin-Mitte eine Gedenkstätte eröffnet. Der Gedenkort ist inzwischen international bekannt und zum Anziehungspunkt für zahlreiche Besucher geworden – Schulklassen wie Berlin-Touristen. Darüber hinaus ermöglicht Jürgen Litfin durch sein persönliches Engagement als Zeitzeuge vor allem jungen Menschen, sich mit der Geschichte der DDR und ihren Auswirkungen für die Betroffenen konkret auseinanderzusetzen. Mit seiner Erinnerungsarbeit trägt Jürgen Litfin dazu bei, dass die Menschenrechtsverletzungen in der DDR stets im öffentlichen Bewusstsein bleiben.

Gülcan Nitsch
Verdienstmedaille

Die Biologin setzt sich ehrenamtlich sehr dafür ein, Menschen mit türkischem Migrationshintergrund für Umweltschutz und eine nachhaltige Lebensweise zu sensibilisieren. Sie versteht ihre Aufgabe als einen Beitrag, Menschen zur Übernahme von gesellschaftlicher Verantwortung zu befähigen. Gülcan Nitsch hat im Jahr 2006 die türkischsprachige Umweltgruppe "Yeşil Çember – Grüner Kreis beim Bund für Umwelt und Naturschutz Berlin" (BUND) gegründet. Darüber hinaus hat sie eine kulturspezifische Multiplikatoren-Schulung für den Umweltschutz konzipiert, in vielen Städten Umweltbotschafterinnen und Umweltbotschafter geschult und weitere lokale Umweltgruppen gegründet. Sie ist Hauptorganisatorin der Türkischen Umwelttage. Gülcan Nitsch bringt mit ihrem Engagement vielen Menschen mit Migrationshintergrund ein wichtiges gesellschaftspolitisches Anliegen nahe und leistet damit einen wertvollen Beitrag zur Integration.

Dr. Elisabeth Raiser
Verdienstkreuz am Bande

Die Historikerin hat sich durch ihr großes ehrenamtliches Engagement um die religiöse und kulturelle Verständigung in Europa verdient gemacht. Seit fast 30 Jahren arbeitet Elisabeth Raiser aktiv bei den Deutschen Evangelischen Kirchentagen mit, von 2001 bis 2007 war sie Vorstandsmitglied im Präsidium des Deutschen Evangelischen Kirchentags. Sie war maßgeblich daran beteiligt, das Programm der Kirchentage nach dem Fall der Mauer verstärkt international auszurichten. Im Jahr 2003 amtierte sie als evangelische Präsidentin des ersten Ökumenischen Kirchentags in Berlin, an dem mehr als 200.000 Menschen teilnahmen. Seit dem Jahr 2010 ist Elisabeth Raiser Vorsitzende der Aktion Sühnezeichen Friedensdienste, die seit der Gründung im Jahr 1958 eine intensive Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus in die Gesellschaft trägt.

Lutz Rathenow (Dresden, Sachsen)
Verdienstkreuz 1. Klasse

Lutz Rathenow hat sich durch sein langjähriges Wirken in der DDR-Opposition und sein Engagement zur Aufarbeitung der SED-Diktatur verdient gemacht. Zu DDR-Zeiten zählte er zu den bekanntesten Autoren der unabhängigen Literaturszene in Ost-Berlin. Durch Veröffentlichung seiner Werke in der Bundesrepublik Deutschland war es ihm möglich, ein breites Publikum auf die Missstände in der DDR hinzuweisen. Er engagierte sich zudem in der unabhängigen Friedens- und Bürgerrechtsbewegung und setzte sich mit zahlreichen Aufrufen und Petitionen sowie Demonstrationen für die Einhaltung der Menschenrechte ein. Seit der Wiedervereinigung macht sich Lutz Rathenow für eine umfassende Aufarbeitung der DDR-Vergangenheit stark. Im März 2011 wurde er zum Sächsischen Landesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen gewählt.

Hans Joachim Schädlich
Großes Verdienstkreuz

Hans Joachim Schädlich ist einer der großen Schriftsteller unserer Zeit. In seinem Werk thematisiert er in besonders eindringlicher Weise die deutsche Geschichte. Ende der 1960er-Jahre begann er mit dem Verfassen von Texten, deren Veröffentlichung von der DDR-Zensur jedoch verhindert wurde. Zunehmend war er Schikanen durch staatliche Stellen ausgesetzt. Ungeachtet dessen hat sich Hans Joachim Schädlich in der DDR mutig für seine Ideale eingesetzt und dafür große Nachteile in Kauf genommen. 1977 übersiedelte er aus der DDR in die Bundesrepublik. Vielfach gerühmt wird seine Fähigkeit, seine kämpferisch, aber nie polemisch vertretenen Positionen mit großer ästhetischer Kunstfertigkeit zu verbinden. Eines der stets in seinem Werk wiederkehrenden Themen ist der Zusammenhang zwischen staatlichem Machtmissbrauch und einer die Wirklichkeit reduzierenden Sprache.

Bernd Wagner
Verdienstkreuz am Bande

Bernd Wagner ist ausgewiesener Experte für Rechtsextremismus und Rechtsradikalismus. Im Jahr 2000 war er Mitgründer der Initiative "Exit-Deutschland", über die er vielen Rechtsextremisten zum Ausstieg aus der Szene verholfen hat. Die Initiative unterstützt auch Menschen, die von Rechtsextremismus betroffen sind, vor allem Familienangehörige. Exit-Deutschland ist bis heute mit seinem bundesweiten Angebot und Wirkungsbereich vorbildhaft für lokale Initiativen. Im Jahr 2010 hat Bernd Wagner zudem die Arbeitsstelle Islamismus und Ultranationalismus gegründet, die sich mit extremistischen Ideologien und Bewegungen beschäftigt. Außerdem hat er mehrere Handbücher und zahlreiche Aufsätze zum Thema Rechtsextremismus publiziert.

Brandenburg

Prof. Dr. Brigitte Rieger-Jähner, Frankfurt (Oder)
Verdienstkreuz am Bande

Brigitte Rieger-Jähner ist es in besonderer Weise zu verdanken, dass der Öffentlichkeit im Museum Junge Kunst in Frankfurt (Oder) eine der bundesweit interessantesten Sammlungen ostdeutscher Kunst zugänglich ist. Seit dem Jahr 1990 ist sie Direktorin des Museums, in dessen Besitz sich Werke aus der Sowjetischen Besatzungszone, der DDR und den neuen Bundesländern befinden und dessen Sammlung auch Arbeiten von Künstlerinnen und Künstlern umfasst, die die DDR verließen oder verlassen mussten. Weit über ihre Pflichten als Museumsleiterin hinaus setzt sich Brigitte Rieger-Jähner auch für die Vermittlung zeitgenössischer Kunst ein. Ihr Wissen gibt sie in Lehrveranstaltungen an der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt (Oder) weiter. Bei ihrem Engagement für junge Menschen ist ihr die Verbindung von kulturellen und künstlerischen Kenntnissen mit sozialen Kompetenzen ein besonderes Anliegen.

Bremen

Marcus Schleef
Verdienstkreuz am Bande

Marcus Schleef engagiert sich seit seiner Jugend beispielhaft bei der Freiwilligen Feuerwehr. Er ist Wehrführer der Freiwilligen Feuerwehr Bremen-Neustadt und seit dem Jahr 2000 Bereichsführer von Bremen. 2012 wurde er außerdem – nach vielen Jahren als Stellvertreter – zum Vorsitzenden des Landesfeuerwehrverbandes Bremen gewählt. Zuvor war Marcus Schleef Gründungsinitiator der Jugendfeuerwehr in Bremen und von 1993 bis 2001 als Bundesjugendleiter der höchste Sprecher der Deutschen Jugendfeuerwehr. Viele Initiativen der Jugend- und Nachwuchsarbeit gehen auf sein Engagement zurück, so u. a. Anti-Gewalt-Kampagnen, Aktionen gegen Jugendarbeitslosigkeit und Jugendaustausche mit Polen und anderen europäischen Nachbarländern. Bis heute liegt ihm die Jugend- und Nachwuchsarbeit besonders am Herzen..

Hamburg

Elisabeth Can-Sinkewitz
Verdienstkreuz am Bande

Seit mehr als zehn Jahren engagiert sich Elisabeth Can-Sinkewitz ehrenamtlich als Vorstandsvorsitzende des Migranten Elternbundes Hamburg und Umgebung. Sie bietet Nachhilfeunterricht in Deutsch und Englisch für Kinder von Eltern nicht-deutscher Herkunft an und unterstützt die Familien bei Behördengängen und in Schulangelegenheiten. Über ihre Vereinsarbeit hinaus wirkt Elisabeth Can-Sinkewitz auch in verschiedenen Arbeitskreisen zum Thema Integration mit. Dabei bringt sie ihre eigenen Erfahrungen über das Leben im Ausland ein: Elisabeth Can-Sinkewitz hat in den 1970er-Jahren in der Türkei gelebt. Außerdem ist sie im Pilotprojekt "Zukunftslotsen" in Hamburg-Harburg aktiv, das auf Menschen an ihrem Wohnort zugeht, um sie auf Bildungsangebote hinzuweisen und sie zu beraten.

Hessen

Annette Dasch, Frankfurt am Main
Verdienstkreuz am Bande

Annette Dasch zählt zu den renommiertesten Sängerinnen weltweit. Ihr umfangreiches Repertoire reicht von Liedern über Oratorien bis zu den großen Opernpartien ihres Faches. Sie tritt auf den führenden Bühnen der Welt auf und arbeitet mit den berühmtesten Dirigenten zusammen. Auf diese Weise wirkt sie als herausragende Kulturbotschafterin der Bundesrepublik Deutschland. Darüber hinaus bringt Annette Dasch auch einer breiten Öffentlichkeit Musik nahe: Im Jahr 2008 initiierte sie "Annettes Dasch-Salon". Diese Veranstaltung, bei der sie Künstler, Wissenschaftler und interessiertes Publikum zu einer Mischung aus Liederabend, Talkshow und Salon einlädt, ist auch bei Fernsehzuschauern sehr beliebt.

Karin Götzfried, Marburg
Verdienstkreuz am Bande

Die ehemalige Floristin und frühere Jugendsozialarbeiterin engagiert sich seit langem und weit über ihre beruflichen Verpflichtungen hinaus im sozialen Bereich. Seit mehr als 20 Jahren ist Karin Götzfried ehrenamtlich im Vorstand der "Bürgerinitiative für soziale Fragen" aktiv, die als freier Träger der Jugendhilfe in Marburgs größtem Stadtteil Richtsberg Sozialarbeit leistet. Seit dem Jahr 2000 ist sie Vorsitzende des Vereins. Darüber hinaus ist Karin Götzfried seit mehr als zehn Jahren Vorstandsmitglied des Netzwerkes Richtsberg, einem Verein, der sich für Integration und kulturelles Zusammenleben in diesem Stadtteil einsetzt, in dem auch viele Menschen mit Migrationshintergrund leben. Außerdem wirkt sie mit großem Einsatz im Verein "MObilLO" mit, der für psychisch Erkrankte Arbeitsmöglichkeiten schafft und deren Rückkehr in die Berufswelt unterstützt.

Mecklenburg-Vorpommern

Michael Melde, Schwerin
Verdienstkreuz am Bande

Michael Melde engagiert sich seit vielen Jahren ehrenamtlich für Menschen mit Behinderungen. Er ist Vorstandsmitglied im Kreisverband Westmecklenburg der Caritas. Besonders bei Gruppentreffen leistet er Hilfe, wo immer es notwendig ist – sei es bei der Betreuung oder bei der Organisation von Fahrdiensten. Außerdem unterstützt er im Diakoniewerk "Neues Ufer" die Kontakt- und Beratungsstelle sowie die Theatergruppe "Mediansi – Menschen die anders sind". Die Theatergruppe, der Menschen mit und ohne Behinderung angehören, hat das Ziel, Vorurteile abzubauen und das Selbstbewusstsein der Schauspielerinnen und Schauspieler zu stärken. „Ohne Herrn Melde geht es nicht“, ist einhellige Meinung zu seinem stets tatkräftigen und unermüdlichen Einsatz.

Niedersachsen

Josef Möddel, Lingen
Verdienstkreuz am Bande

Der ehemalige Lehrer engagiert sich seit 40 Jahren für die Verständigung und den Austausch zwischen Juden und Christen an seinem Wohnort Lingen. 1983 gründete er zusammen mit Jugendlichen seiner Kirchengemeinde den Arbeitskreis Judentum – Christentum, aus dem im Jahr 2001 das "Forum Juden-Christen" in Lingen hervorging. Josef Möddel ist Initiator und Motor des Vereins und von dessen Projekten, zu denen insbesondere die Wiederherstellung des verfallenen jüdischen Friedhofs und die Restaurierung der jüdischen Schule gehörten. Heute ist die jüdische Schule ein Gedenkort, an dem auch Veranstaltungen zur Erinnerungsarbeit und zum interkulturellen Dialog stattfinden. Darüber hinaus befasst sich Josef Möddel auch als Künstler thematisch mit der Judenverfolgung im Nationalsozialismus und trägt durch zahlreiche Ausstellungen dazu bei, dass sich die Öffentlichkeit mit den Verbrechen der Nationalsozialisten an den europäischen Juden auseinandersetzt.

Nordrhein-Westfalen

Gülsüm Aytekin, Duisburg
Verdienstmedaille

Gülsüm Aytekin unterstützt seit vielen Jahren ehrenamtlich das Familienzentrum des Deutschen Roten Kreuzes in Duisburg. Sie ist dabei Vermittlerin zwischen Kulturen und eine gefragte Ansprechpartnerin für die Besucher wie auch für die hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Familienzentrums. Es ist ihr ein besonderes Anliegen, die Zweisprachigkeit von Kindern und Jugendlichen zu fördern. Daneben ist Gülsüm Aytekin Sprecherin des Arbeitskreises "Runder Tisch Bruckhausen", in dem sie sich besonders für den gegenseitigen Austausch und die Vernetzung von muslimischen Frauen einsetzt. Darüber hinaus hat sie das Modellprojekt "Im Quartier bleiben – Nachbarschaft leben" initiiert.

Ilse Grinz, Mülheim an der Ruhr
Verdienstkreuz am Bande

Die ehemalige Pharmazeutisch-technische Assistentin engagiert sich im Deutschen Schwerhörigenbund, seitdem sie bei der medikamentösen Behandlung einer schweren Erkrankung selbst ertaubte. Ilse Grinz war von 2002 bis zu ihrem krankheitsbedingten Ausscheiden 2013 Vorsitzende des Ortsvereins Essen. Sie hat darüber hinaus mehrere Selbsthilfegruppen gegründet und geleitet und wirkt bis heute in vielen Gremien mit. Auch als Referentin hat Ilse Grinz ihre Kenntnisse über die Zusammenhänge von Hörschäden und Medikamentengabe weitervermittelt, ein Leiden, von dem schätzungsweise vier Millionen Deutsche betroffen sind. Aufgrund ihrer beruflichen Kompetenz sind ihre Beiträge von großer fachlicher Kenntnis geprägt.

Dr. Brigitte Mühlenbruch, Bonn
Verdienstkreuz 1. Klasse

Brigitte Mühlenbruch ist eine der Pionierinnen in der Förderung der Chancengleichheit von Frauen und Männern in Wissenschaft und Forschung. Sie war die erste Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte an der Universität Bonn, hat den Wissenschaftsrat und viele hochrangige Gremien beraten und das "Kompetenzzentrum Frauen in Wissenschaft und Forschung", das heute zur Leibniz-Gemeinschaft gehört, initiiert und geleitet. Auch international ist Brigitte Mühlenbruch seit langem ehrenamtlich aktiv. Sie ist Präsidentin der "European Platform of Women Scientists", einer Organisation, die als Sprachrohr und Interessenvertretung der Wissenschaftlerinnen in ganz Europa fungiert. Außerdem hat sie vor zehn Jahren die Christiane-Nüsslein-Volhard-Stiftung mitgegründet, als deren Vorstandsmitglied sie sich für hochqualifizierte junge Mütter in der Forschung einsetzt.

Rheinland-Pfalz

Anton Viktor Wyrobisch, Trier
Verdienstkreuz am Bande

Der ehemalige Lehrer setzt sich seit über 30 Jahren für die deutsch-polnischen Beziehungen ein. Sein Schwerpunkt ist dabei der deutsch-polnische Jugendaustausch. Anton Viktor Wyrobisch hat zahlreiche Schüleraustausche organisiert und geleitet, an denen insgesamt mehr als 1.000 Schülerinnen und Schüler teilgenommen haben. Außerdem hat er federführend bei der Entstehung der "Deutsch-Polnischen Gesellschaft Trier" mitgewirkt, sich an zahlreichen Projekten beteiligt und war von 1987 bis 2013 Landeskoordinator für die rheinland-pfälzischen UNESCO-Projektschulen. Sein bundesweit hoch angesehenes und beispielgebendes Engagement widmet sich insbesondere Fragen der Völkerverständigung, der Menschenrechts- und Friedenserziehung sowie dem interkulturellen Lernen. Zudem engagiert er sich für die partnerschaftliche Zusammenarbeit bei der Gedenkstättenarbeit und setzt sich nachdrücklich für die Sanierung und Erhaltung der barocken Trierer Welschnonnenkirche ein.

Saarland

Ulrike Donié, Saarbrücken
Verdienstkreuz am Bande

Die Kinder- und Jugendtherapeutin ist seit 25 Jahren Vorsitzende des Saarbrücker Bürgerforums. Der Verein widmet sich im Rahmen von Diskussionen und Veranstaltungen aktuellen Themen wie der Verbesserung des Stadtbildes, der Situation von ausländischen Bürgerinnen und Bürgern und generationsübergreifendem Wohnen. Das Saarbrücker Bürgerforum ist ein Beispiel für eine aktive Bürgergesellschaft. Ulrike Donié sind immer wieder wertvolle Anregungen zur Stadtgestaltung zu verdanken. Einer ihrer besonderen Arbeitsschwerpunkte ist die Seniorenpolitik. Darüber hinaus wirkt Ulrike Donié als eine vom Kinderschutzbund eingesetzte Schulpatin und engagiert sich bei der Sprachförderung für ausländische Kinder.

Sachsen

Stephan Bickhardt, Markkleeberg
Verdienstkreuz am Bande

Der evangelische Pfarrer und Polizeiseelsorger hat sich um die Friedliche Revolution 1989/1990 verdient gemacht. Stephan Bickhardt gehörte ab Mitte der 1980er-Jahre zur Bürgerrechtsbewegung in der DDR, an deren Entstehen er großen Anteil hatte. Im September 1989 war er Mitbegründer der Bürgerbewegung "Demokratie Jetzt". Zuvor hatte er den "Aufruf Neues Handeln" mit verfasst, in dem die Kontrolle der Ergebnisse bei den Kommunalwahlen am 7. Mai 1989 und die Aufstellung unabhängiger Kandidaten gefordert wurden und der von dem von ihm gegründeten Verlag für Untergrundliteratur "radix" herausgegeben wurde. Bis heute berichtet Stephan Bickhardt immer wieder über die Bestrebungen nach Freiheit und Demokratie in der DDR und trägt so dazu bei, dass die Ereignisse der Friedlichen Revolution im öffentlichen Bewusstsein bleiben. Er ist im Vorstand des Archivs Bürgerbewegung Leipzig aktiv. Besonderes Anliegen ist ihm, auch heute immer wieder zu Zivilcourage zu ermutigen.

Bernd-Lutz Lange, Leipzig
Verdienstkreuz 1. Klasse

Bernd-Lutz Lange, seit den 1960er-Jahren Autor und Kabarettist, engagierte sich 1989 öffentlich für demokratische Veränderungen in der DDR. Am 9. Oktober 1989 stand er im Brennpunkt der Friedlichen Revolution. Unter dem Namen "Leipziger Sechs" verfasste und verbreitete er gemeinsam mit dem Gewandhauskapellmeister Kurt Masur, dem Pfarrer Peter Zimmermann und drei führenden Leipziger SED-Politikern vor der Montagsdemonstration in Leipzig einen eindringlichen Appell zur Gewaltlosigkeit. Mit diesem Aufruf leisteten sie einen entscheidenden Beitrag dafür, dass die Massendemonstration friedlich verlief. Seit 1990 hat Bernd-Lutz Lange viele Bücher veröffentlicht, in denen er sich mit den Lebensverhältnissen in der DDR auseinandersetzt. Zudem hat er in seinen Büchern die Geschichte der Leipziger Juden dokumentiert.

Prof. Dr. Helga Schwenke-Speck, Leipzig
Verdienstkreuz 1. Klasse

Die ehemalige Oberärztin der Abteilung Hämatologie und Onkologie der Universität Leipzig gehört zu den Pionieren der deutschen Hospizbewegung. Sie hat im Jahr 1993 den Hospiz-Verein Leipzig gegründet und war viele Jahre dessen Vorsitzende. Dank ihres großes Engagements konnte 2002 der ambulante Wirkungskreis des Vereins um eine stationäre Einrichtung erweitert werden. Daneben war Helga Schwenke-Speck Mitbegründerin und jahrelanges ehrenamtliches Vorstandsmitglied der Landesarbeitsgemeinschaft "Hospiz in Sachsen". Bis heute ist sie mit ihrem großen Wissen und ihrer Erfahrung im klinischen Bereich eine gefragte Ansprechpartnerin. Außerdem hat sie sich nach der Wiedervereinigung ab 1990 in der Sächsischen Landesärztekammer engagiert.

Sachsen-Anhalt

Dr. Klaus George, Ballenstedt
Verdienstkreuz am Bande

Seit seiner Jugend setzt sich Klaus George mit großer Hingabe für den Naturschutz ein. Sein besonderes Interesse gilt dabei der Welt der Vögel. Von 1995 bis 2007 war er Vorsitzender des Ornithologenverbandes Sachsen-Anhalt und ist dort bis heute aktiv. Außerdem arbeitet er seit vielen Jahren in den Redaktionen von renommierten Fachzeitschriften mit und publiziert zu naturschutzfachlichen und ornithologischen Themen. Darüber hinaus tritt Klaus George auch in zahlreichen Gremien für den Naturschutz ein: Er gehört u. a. dem Vorstand des "Verbandes Deutscher Naturparke" – dem Dachverband der Naturparke in Deutschland –, dem Beirat des "Nationalparks Harz" sowie als Vorsitzender dem Naturschutzbeirat des Ministeriums für Landwirtschaft und Umwelt Sachsen-Anhalt an.

Monika Schwenke, Hohe Börde
Verdienstkreuz am Bande

Die Abteilungsleiterin Sozialarbeit beim Caritasverband und Migrationsbeauftragte im Bistum Magdeburg setzt sich seit 20 Jahren ehrenamtlich für unbegleitete Flüchtlingskinder in Sachsen-Anhalt ein. Monika Schwenke ist Vorsitzende des Vereins "refugium", der für alle unbegleiteten ausländischen Minderjährigen in Sachsen-Anhalt die Vormundschaft oder Pflegschaft übernimmt. Besonders schwerer Einzelschicksale nimmt sie sich darüber hinaus persönlich an. Außerdem engagiert sie sich beim Bündnis für Zuwanderung und Integration Sachsen-Anhalt und ist Vorsitzende der Härtefallkommission beim Ministerium für Inneres und Sport des Landes Sachsen-Anhalt seit ihrer Gründung im Jahr 2005. Monika Schwenke tritt beispielgebend für Kinderrechte und die Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention ein und trägt mit ihrem Handeln sehr zur Gestaltung einer Willkommenskultur in der Bundesrepublik bei.

Schleswig-Holstein

Wanda Kreutz, Kiel
Verdienstkreuz am Bande

Die stellvertretende Landesvorsitzende des Verbandes Deutscher Sinti und Roma ist ein Beispiel dafür, wie Integration und Wahrung der Kultur miteinander verbunden werden können. Besonders engagiert sie sich in der Jugend- und Bildungsarbeit. Um die schulische Situation von Kindern zu verbessern, die der Gruppe der Sinti angehören, ist Wanda Kreutz seit 1996 als sozialpädagogische Assistentin an einer Schule in Kiel tätig und wirkt dabei an der Etablierung eines Mediatorinnen-Projekts mit. Daneben engagiert sie sich für das Kieler Wohnprojekt "Maro Temm – Kulturbewahrung und Integration", eine Wohnsiedlung, in der Sinti und Roma generationenübergreifend und in guter Nachbarschaft mit allen ihren Mitbürgern leben. Das Projekt ist in der Bundesrepublik bisher einzigartig.

Thüringen

Petra Hegt, Erfurt
Verdienstkreuz am Bande

Die Kaufmännische Direktorin des Marienstifts Arnstadt und Geschäftsführerin der Evangelischen Stadtmission Erfurt setzt sich seit mehr als zehn Jahren für sozial benachteiligte Menschen ein. Petra Hegt hat wesentlich an der Sanierung der Stadtmission mitgewirkt, die vor der Insolvenz stand, und damit zum Erhalt der zahlreichen Hilfsangebote entscheidend beigetragen. Dazu gehört auch das "Restaurant des Herzens", das nicht nur Notleidenden täglich eine warme Mahlzeit bietet, sondern auch ein Ort der Begegnung ist. Petra Hegt ist durch ihr Wirken ein Beispiel für eine sozial denkende und handelnde Managerin. Außerdem ist sie Mitglied im Diakonischen Rat der Diakonie Mitteldeutschland.