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Literarischer Abend zu Ehren von Johannes Bobrowski

Bundespräsident Joachim Gauck am Rednerpult im Großen Saal von Schloss Bellevue (Archivbild) Schloss Bellevue Bundespräsident Joachim Gauck am Rednerpult im Großen Saal von Schloss Bellevue (Archivbild) © Jesco Denzel

Bundespräsident Joachim Gauck lädt am 9. März zu Ehren des Schriftstellers Johannes Bobrowski (1917-1965) zu einem literarischen Abend ein. Anlässlich des 50. Todestages in diesem Jahr will der Bundespräsident mit einem Abend in Schloss Bellevue an den Dichter erinnern und dessen Werk würdigen.

Nach einer Begrüßung durch den Bundespräsidenten kommt Bobrowski in Ton- und Filmaufnahmen zu Wort. In einer Gesprächsrunde erinnern sich der Lyriker und Autor Uwe Kolbe, die Literaturnobelpreisträgerin Herta Müller, der Dramaturg und Vorsitzende der Johannes-Bobrowski-Gesellschaft Klaus Völker sowie der Verleger Klaus Wagenbach an Bobrowski und sein Schaffen. Moderiert wird das Gespräch von dem Schriftsteller und Literaturkritiker Helmut Böttiger.

Johannes Bobrowski wurde am 9. April 1917 in Tilsit geboren und lebte ab 1949 in Ost-Berlin. Nach der Veröffentlichung seines ersten Gedichtes 1944 gelang es ihm 1961, einen ersten Gedichtband mit dem Titel "Sarmatische Zeit" zu veröffentlichen. Dieses und auch seine folgenden Bücher erschienen parallel in Ost- und Westdeutschland. Bobrowski stand in Kontakt zur Westberliner Literaturszene und zur Gruppe 47. 1962 erhielt er den Preis der Gruppe 47. 1964 erschien sein Roman "Levins Mühle", für den er den Heinrich-Mann-Preis (Ost-Berlin) und den Internationalen Charles-Veillon-Preis (Zürich) erhielt. Kurz nach Beendigung seines zweiten Romans "Litauische Claviere" starb Bobrowski 1965. Seine Texte sind in über 35 Sprachen übersetzt worden.