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Ordensverleihung an engagierte Frauen

Bundespräsident Joachim Gauck zeichnet Soraya Moket mit dem Verdienstkreuz am Bande aus, die sich im Bereich der interkulturellen Begegnung, Bildungsarbeit und Integration engagiert, bei der Ordensverleihung an engagierte Frauen in Schloss Bellevue Schloss Bellevue, 7. März 2016 Ordensverleihung an engagierte Frauen – Auszeichnung von Soraya Moket mit dem Verdienstkreuz am Bande, die sich im Bereich der interkulturellen Begegnung, der Bildungsarbeit, der Integration sowie im Kampf gegen Ausländerfeindlichkeit engagiert © Sandra Steins

Bundespräsident Joachim Gauck zeichnet am 7. März, dem Vortag des Internationalen Frauentages, 24 Frauen im Alter zwischen 37 und 80 Jahren mit dem Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland aus. Er würdigt damit ihr langjähriges ehrenamtliches Engagement. Die 24 Bürgerinnen aus allen Bundesländern engagieren sich im politischen, wirtschaftlichen, sozialen, kirchlichen sowie kulturellen Bereich und haben sich vor allem für Integration und für Flüchtlinge, in der Bildung, der Völkerverständigung und im Sport verdient gemacht.

Folgende Bürgerinnen und Bürger werden ausgezeichnet:

Baden-Württemberg

Prof. Dr. Gisela Lanza, Karlsruhe
Verdienstkreuz am Bande

Gisela Lanza begann nach dem Studium im Jahr 1999 ihre wissenschaftliche Karriere und erhielt 2009 den Heinz Maier-Leibnitz-Preis als wichtigste Auszeichnung für den Forschungsnachwuchs in Deutschland. Nur vier Jahre nach ihrer Dissertation wurde sie Deutschlands erste Shared-Professorin. Seit 2012 ist sie Inhaberin der Professur Produktionssysteme und Qualitätsmanagement am Karlsruher Institut für Technologie. Sie leistete einen signifikanten Beitrag zum Sieg des baden-württembergischen Clusters Elektromobilität Süd-West im Spitzenclusterwettbewerb des Bundesministeriums für Bildung und Forschung. Ihre mehrfach ausgezeichneten Forschungsarbeiten fokussieren sich auf Planung und Gestaltung von Produktionssystemen in globalen Wertschöpfungsnetzwerken. Ein besonderes Augenmerk legt Gisela Lanza auf die Nachwuchsförderung und schafft es so, exzellente Nachwuchsforscher aus aller Welt für ihren Lehrstuhl zu interessieren.

Bayern

Juliane von Krause, München
Verdienstkreuz am Bande

Juliane von Krause setzt sich seit Jahrzehnten für die Belange und Rechte von Frauen und Mädchen vor allem in den Bereichen Menschenhandel, Zwangsverheiratung und Genitalverstümmelung ein. Sie ist Geschäftsführerin von STOP dem Frauenhandel, dem Träger der Beratungsstelle JADWIGA für Opfer von Frauenhandel, die Frauen, die Opfer von Menschenhandel oder Zwangsverheiratung geworden sind, Betreuung und Unterstützung anbietet. Daneben engagiert sie sich seit 1988 ehrenamtlich in der gemeinnützigen Frauenrechtsorganisation TERRE DES FEMMES e. V., die durch internationale Vernetzung, Öffentlichkeitsarbeit, Einzelfallhilfe und Förderung von einzelnen Projekten im Ausland auf die Menschenrechte von Frauen aufmerksam macht und viele Betroffene unterstützt. Seit 1994 ist sie ehrenamtliche Koordinatorin der Städtegruppe München von TERRE DES FEMMES e. V.

Berlin

Prof. Dr. Gertrud Pfister
Verdienstkreuz 1. Klasse

Gertrud Pfister ist eine international hochangesehene Wissenschaftlerin, die in sehr unterschiedlichen Fachgebieten lehrt und forscht. Ihr Arbeitsschwerpunkt liegt in der Geschichte und Soziologie des Frauensports. Ihre herausragende fachliche Kompetenz brachte sie insbesondere auch bei ihrem ehrenamtlichen Einsatz in nationalen und internationalen Gremien des Sports und der Wissenschaft ein, z. B. als Mitglied der Gutachterkommission der Deutschen Forschungsgemeinschaft von 2000 bis 2009, als Präsidentin und Vizepräsidentin der International Association of Sport Sociology von 2003 bis 2011 und als Mitglied des Präsidiums der International Society of the History of Sport. Darüber hinaus erstellt sie seit vielen Jahren ehrenamtlich Gutachten für die beim Bundesinstitut für Sportwissenschaft eingereichten Forschungsanträge. Für viele junge Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen ist Gertrud Pfister eine sehr geschätzte Mentorin.

Natalia Wörner
Verdienstkreuz am Bande

Natalia Wörner wurde 2004 in Thailand Zeugin der Flutkatastrophe. Bewegt hiervon gründete sie danach gemeinsam mit Partnern den Verein Tsunami Direkthilfe. Dieser finanzierte bis 2013 Hilfsprojekte in den betroffenen Gebieten, um die Menschen vor Ort wieder in die Lage zu versetzen, eigenständig ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Seit 2006 ist sie zudem ehrenamtliche Botschafterin der Kindernothilfe und unterstützt Kampagnen, moderiert Veranstaltungen und besucht Projekte in den Partnerländern, so im August 2006 ein Projekt der Kindernothilfe in St. Petersburg, das AIDS-Waisen sowie HIV-infizierte Mütter und deren Kinder unterstützt. 2007 eröffnete sie dort einen Kindergarten für Mädchen und Jungen, deren Eltern mit dem HI-Virus infiziert sind. Seit 2012 etabliert sie mit Hilfe von Spendengeldern eine Einrichtung für missbrauchte Mädchen in Kenia und 2015 besuchte sie im Libanon ein Schutzhaus, in dem traumatisierte syrische Flüchtlingskinder betreut werden.

Brandenburg

Annemarie Pohl, Neuruppin
Verdienstmedaille

Annemarie Pohl engagiert sich seit mehr als einem Jahrzehnt in der ambulanten Hospizarbeit des Ruppiner Hospiz e. V. Bereits vor ihrem Eintritt in den Ruhestand war sie im Sozialdienst der Ruppiner Kliniken tätig. Seit 2002 begleitet sie ehrenamtlich schwerstkranke und sterbende Menschen im Rahmen des Ambulanten Hospizdienstes (AHD) zu Hause. Im Mittelpunkt ihres Wirkens stehen immer die Bedürfnisse und Wünsche der betroffenen Menschen, um ihnen ein Leben bis zuletzt in vertrauter Umgebung zu ermöglichen. Darüber hinaus engagiert sich Annemarie Pohl bei den Vorbereitungen diverser Veranstaltungen, z. B. im Haus Wegewarte des Ruppiner Hospiz e. V. sowie bei den Brandenburger Hospiztagen. Ihr langjähriges Wirken für die Betreuung und Begleitung von Menschen im Sterbeprozess ist nur durch ein selbstloses Handeln und unter Zurückstellung der eigenen persönlichen Interessen möglich.

Bremen

Libuše Černá
Verdienstkreuz am Bande

Libuše Černá engagiert sich seit Jahrzehnten insbesondere für Integration und Völkerverständigung. Sie ist 1. Vorsitzende im Bremer Rat für Integration und leistet einen bedeutsamen Beitrag zur Stärkung der Integration von Menschen mit Migrationshintergrund. Unermüdlich fördert sie die Zusammenarbeit aller Akteure der Integrationspolitik und -arbeit im Land Bremen. Daneben setzt sie sich mit dem Verein Porta Bohemica e.V. für den Ausbau der kulturellen Beziehungen zwischen Deutschland und Tschechien ein. Libuše Černá war darüber hinaus Geschäftsführerin der Agentur für internationalen Künstleraustausch pro-tisk, die Kontakte zwischen Künstlern der Bundesrepublik Deutschland und der tschechischen Republik vermittelt. 2007 gründete sie das Festival globale°- Festival für grenzüberschreitende Literatur, dessen Leiterin sie bis heute ist. Sie ist Mitglied in zahlreichen Gremien und Kommissionen, darunter im Europaausschuss des Deutschen Journalistenverbandes.

Hamburg

Nurcan Girgin
Verdienstkreuz am Bande

Nurcan Girgin kam Anfang der 1970er Jahre nach Hamburg. Sie weiß aus eigener Erfahrung wie es ist, aus der Heimatkultur gerissen zu werden und in ein fremdes Land zu kommen. Bereits 2001 gründete sie einen türkischen Frauentreff und seit 2003 engagiert sie sich aktiv bei FLAKS e.V., einem Frauenzentrum und Mehrgenerationenhaus. Sie lebt die in der letzten Zeit vielzitierte Willkommenskultur schon seit vielen Jahren und sorgt dafür, dass insbesondere Frauen aus der Türkei die deutsche Gesellschaft verstehen lernen und ihren Platz hier finden können. Eine gute Beratung von Frauen und Familien mit Migrationshintergrund, damit diese ihre Bildungschancen wahrnehmen können, ist Nurcan Girgin ein besonderes Anliegen. Seit 2012 leitet sie auch die Bundesfreiwilligen und ehrenamtlich Engagierten bei FLAKS in der Küchenarbeit und Hauswirtschaft an.

Girija Harland
Verdienstkreuz am Bande

Girija Harland ist Gründungsmitglied des Vereins Bergedorfer für Völkerverständigung – Leben mit Ausländern, der 1988 mit dem Ziel gegründet wurde, Flüchtlinge in Bergedorfer Wohnunterkünften ehrenamtlich zu betreuen. Es ist ihr Anliegen, dass sich die Familien nicht allein gelassen fühlen, sondern Ansprechpartner für ihre Sorgen und Probleme haben. Neben Kinderbetreuung und Vorschularbeit werden Deutsch- und Kommunikationskurse für Erwachsene angeboten. Sie betreut mit ihrem Verein auch die Runden Tische in den Wohnunterkünften, organisiert den Einsatz der Ehrenamtlichen und unterstützt pragmatisch bei der Neueröffnung von Flüchtlingsunterkünften. Als Vereinsvorsitzende übernimmt sie die Hauptverantwortung für die Arbeit des Vereins. Girija Harland ist Ideengeberin, treibende Kraft, knüpft Kontakte und sorgt für eine gute Vernetzung des Vereins im Bezirk.

Hessen

Donata Freifrau Schenck zu Schweinsberg, Oberaula
Verdienstkreuz am Bande

Donata Freifrau Schenck zu Schweinsberg engagiert sich seit 1979 ehrenamtlich im Deutschen Roten Kreuz (DRK). Ab dem Jahre 1991 bekleidete sie das Amt der Stellvertretenden Vorsitzenden des Kreisverbandes und widmete sich besonders der vielfältigen Sozialarbeit. Im Jahr 2000 wurde sie zur Ersten Vorsitzenden gewählt. In diesem Amt setzte sie sich insbesondere für die Gründung eines Mittagstisches für Kinder aus sozial schwachen Familien ein. Im Jahr 2006 wurde sie ins Präsidium des DRK gewählt. Als Vizepräsidentin ist sie für den Bereich der Sozial- und Wohlfahrtsarbeit zuständig. Sie ist Vorstandsmitglied der Bundes AG der Freien Wohlfahrtspflege. Im Beirat der Stiftung Digitale Chancen ist Donata Freifrau Schenck zu Schweinsberg seit 2010 Mitglied. Von 2011 bis 2013 war sie darüber hinaus Mitglied im Beirat der Beauftragten für Migration, Flüchtlinge und Integration; Themen, die nach wie vor einen Schwerpunkt ihres Engagements bilden.

Eva-Christine Trischler, Erzhausen
Verdienstkreuz am Bande

Eva-Christine Trischler unterstützt seit 2001 den Verein Apotheker ohne Grenzen Deutschland e.V., für den sie im Jahre 2005 nach einem Erdbeben in Pakistan zum ersten Mal an einem Nothilfeeinsatz teilnahm. Gemeinsam mit weiteren ehrenamtlich tätigen Apothekern, Ärzten und Krankenschwestern leistete sie vor Ort Katastrophenhilfe. Sie baute eine mobile Ambulanz auf und unterstützte mehrere mobile Kliniken. Einsätze in Kenia und Nepal folgten. Neben der Nothilfe ist sie in einem langfristigen Projekt des Vereins aktiv. So betreut sie seit 2008 gemeinsam mit weiteren Projektkoordinatoren ein Projekt in Nepal. Seit 2012 ist Eva-Christine Trischler zusätzlich auch Hauptverantwortliche in einem Hilfsprojekt an der türkisch-syrischen Grenze. Sie war bereits zweimal vor Ort und hat gemeinsam mit einem syrischen Apotheker die dortige Arzneimittelausgabe organisiert.

Mecklenburg-Vorpommern

Nadine Gronek, Klein Sien
Verdienstmedaille

Nadine Gronek gründete 2001 in Mecklenburg-Vorpommern die Tierhilfe Norddeutschland. Mit großem Engagement entstand in einer ehemaligen Molkerei in Klein Sien in den folgenden Jahren auf dem zuvor verwahrlosten Gelände ein Zufluchtsort für über 200 Tiere. Im Rahmen der Kapazitäten werden dort jederzeit Tiere kostenlos auf Zeit oder dauerhaft aufgenommen. 2005 richtete sie die erste Welpenklappe in Mecklenburg-Vorpommern ein. Sie wirbt unermüdlich Futter-, Sach- und Geldspenden ein und pflegt Kontakte zu Landwirtschaftsbetrieben in der Region. Nadine Gronek vermittelt Tiere und Patenschaften und bringt die Arbeit der Tierauffangstation immer wieder in die Medien. Kinder und Jugendliche aus dem Dorf helfen freiwillig bei der Tierpflege. Mittlerweile gibt es am Hof eine Auszubildendenstelle und eine Stelle für ein freiwilliges soziales Jahr.

Niedersachsen

Heidi Kluth, Buchholz
Verdienstkreuz am Bande

Heidi Kluth ist seit 1994 Mitglied der Unternehmerfrauen im Handwerk für den Landkreis Harburg, seit 2007 Vorsitzende des Vereins und seit 2005 Vorsitzende des Landesverbandes Niedersachsen. Den Vorsitz des Bundesverbandes hat sie seit 2009 inne. Sie setzt sich insbesondere für die Stärkung von Frauen in Führungspositionen im Bereich des Handwerks ein. Weitere Schwerpunkte sind die Förderung von Existenzgründerinnen und Betriebsnachfolgerinnen sowie die Vereinbarung von betrieblichen und familiären Herausforderungen. Sie hat außerdem Publikationen der Unternehmerfrauen veröffentlicht und konnte so ein Bild des unternehmerischen Engagements von Frauen im Handwerk vermitteln. Darüber hinaus engagiert sich Heidi Kluth ehrenamtlich in zahlreichen weiteren Funktionen, z. B. als Vizepräsidentin der Handwerkskammer Braunschweig-Lüneburg-Stade.

Christa Röder, Langenhagen
Verdienstkreuz am Bande

Christa Röder engagiert sich seit 35 Jahren im sozialen, kulturellen und kirchlichen Bereich und war 25 Jahre in der Kommunalpolitik aktiv. Sie war 1980 Mitbegründerin des Berufsverbandes Kinderkrankenpflege Deutschland e. V. (BeKD). Dort bekleidete sie von 1985 bis 1988 verschiedene Vorstandsämter, von 1985 bis 1996 war sie Delegierte des BeKD im Landesfrauenrat und von 1996 bis 2002 Vorsitzende des Landesfrauenrates Niedersachsen e.V. Noch heute ist sie Fördermitglied. Seit 2010 widmet sie sich der Seniorenarbeit und ist Vorsitzende des Seniorenbeirats der Stadt Langenhagen sowie im Vorstand des Seniorenbeirats der Region Hannover, seit 2013 ist sie Vorstandsmitglied im Landesseniorenbeirat Niedersachsen e. V. Von 1983 bis 2006 war Christa Röder Ratsmitglied in Langenhagen und von 2001 bis 2006 stellvertretende Bürgermeisterin der Stadt.

Nordrhein-Westfalen

Karin Burmeister, Pulheim
Verdienstkreuz am Bande

Karin Burmeister ist seit Jahrzehnten leidenschaftliche Verfechterin insbesondere umwelt- und frauenpolitischer Ziele. 1983 trat sie in die Partei DIE GRÜNEN ein und wurde 1984 in den Stadtrat der Stadt Pulheim und zur Vorsitzenden ihrer Fraktion gewählt. Auf ihre Initiative wurden die Gleichstellungsstelle und der Frauenbeirat eingerichtet, in dem sie bis heute aktiv ist. Darüber hinaus engagiert sie sich als sachkundige Bürgerin im Umweltausschuss. Die engagierte Frauenrechtlerin gründete 1985 einen politischen Stammtisch für Frauen, aus dem 1994 der F. e.V. - Beratung, Bildung, Kultur und Treff für Frauen hervorging. Bis heute ist Karin Burmeister als Vorsitzende Dreh- und Angelpunkt des Vereins und koordiniert dessen vielfältiges Angebot. Neben ihrem politischen Engagement gründete sie 1998 die Karin-Burmeister-Stiftung zur Förderung der Computer- und Technikkompetenz von Frauen und Mädchen.

Barbara Lambrecht-Schadeberg, Siegen
Verdienstkreuz 1. Klasse

Barbara Lambrecht-Schadeberg hat mit ihrem seit Jahren gleichermaßen großartigem bürgerschaftlichen wie großzügigem finanziellen Einsatz ganz maßgeblich dafür gesorgt, dass die großen kulturellen Institutionen des Siegerlandes entstehen und erhalten werden konnten. Sie ist als 1. Vorsitzende des Fördervereins eng der Philharmonie Südwestfalen verbunden und setzt sich für die Förderung junger Nachwuchstalente im Orchester ein. In ihrer eigenen Barbara-Schadeberg-Stiftung ist sie seit der Gründung 1993/1994 1. Vorsitzende im Vorstand und im Kuratorium und wirkt bei den Planungen und der Umsetzung der Stiftungsarbeit zum Aufbau und zur Förderung evangelischer Schulen aktiv mit. Ihr weiteres Engagement im sozialen Bereich ist begründet in ihrem Anliegen, altersgerechtes Wohnen zu ermöglichen und sozial schwache Menschen in der dritten Lebensphase zu unterstützen.

Shary Reeves, Köln
Verdienstmedaille

Shary Reeves engagiert sich bei der Deutschen Krebshilfe und ist als Botschafterin der Stiftung Deutsche KinderKrebshilfe im Einsatz, für die sie bei Spenden-Marathon-Läufen auch an den Start geht. Bei der Kindernothilfe setzt sie sich immer wieder für Projekte und Kampagnen ein, 2009 in Essen, 2011 in Köln-Bonn, 2013 sogar in Sambia. Sie moderiert und ist als Sprecherin und Laudatorin aktiv. Außerdem engagiert sie sich bei der Initiative Gemeinsam für Afrika. Für die Deutsche Lepra- und Tuberkulosehilfe (DAHW) bereiste sie Tansania, das Land, in dem ihre Mutter geboren wurde. Daneben engagiert sich Shary Reeves bei der Welthungerhilfe und der Titus Dittmann Stiftung (skate-aid). Shary Reeves ist Botschafterin der UN-Dekade Biologische Vielfalt und Mitglied der Naturallianz. Den Verein Staplercup hilft, der neben der sportlichen Leistung auch den guten Zweck verfolgt, vertritt sie seit 2013 als neue Botschafterin.

Rheinland-Pfalz

Karin Augustin, Mainz
Verdienstkreuz am Bande

Karin Augustin hat sich herausragend um den Sport verdient gemacht. Schon während ihres Studiums engagierte sie sich ehrenamtlich als Trainerin einer Handball-Jugendmannschaft und als Betreuerin von Jugendfreizeiten. Von 2006 bis 2008 war sie Vizepräsidentin des Landessportbundes Rheinland-Pfalz, bevor sie anschließend zu dessen Präsidentin gewählt wurde. Mit großer Sensibilität versteht sie es, die unterschiedlichen Meinungen im Verband zum Konsens zu führen und die Kräfte des Sports für Themenfelder wie Integration und Inklusion oder die Auswirkungen der Einführung von Ganztagsschulen zu bündeln. Des Weiteren engagiert sich Karin Augustin z. B. seit 1998 als Mitglied der Landessportkonferenz und seit 2011 als Vorsitzende der Stiftung Sporthilfe Rheinland-Pfalz/Saarland, in dessen Präsidium sie zuvor tätig war. Über viele Jahre beriet sie die Landesregierung als Mitglied im Landesfrauenbeirat.

Saarland

Dr. Soraya Moket, Saarbrücken
Verdienstkreuz am Bande

Soraya Moket ist Geschäftsführerin des Vereins Ramesch, den sie sehr erfolgreich zu einer landesweit anerkannten und geschätzten Organisation im Bereich der interkulturellen Begegnung, der Bildungsarbeit, der Integration sowie im Kampf gegen Ausländerfeindlichkeit entwickeln konnte. Darüber hinaus ist sie bereits seit ihrem Studium ehrenamtlich aktiv. Besonders hervorzuheben ist ihr Engagement für das Deutsch-Marokkanische Kompetenznetzwerk (DMK), in dem sie seit 2009 als Gründungsmitglied wichtige Funktionen innehat. Während ihres Vorsitzes von 2011 bis 2014 konnte sie ein in Deutschland beispielhaftes Netzwerk aufbauen, dem mittlerweile über 700 hochqualifizierte Deutsch-Marokkaner angehören. 2013 gestaltete sie als Vorsitzende des DMK die Fachtagung 50 Jahre marokkanische Migration in Deutschland, an deren Auftaktveranstaltung auch Bundestagspräsident Dr. Norbert Lammert teilnahm. Seit 2014 ist Soraya Moket Ehrenvorsitzende des DMK.

Sachsen

Gerlinde Franke, Großenhain
Verdienstkreuz am Bande

Gerlinde Franke hat neben ihrer hauptberuflichen Tätigkeit als Leiterin der Migrationsberatungsstelle der Diakonie gGmbH Riesa-Großenhain die soziale Betreuung der Asylbewerber im Landkreis Meißen aufgebaut. Sie räumt an Wochenenden Wohnungen für Asylbewerber ein, betreut in ihrer Freizeit das Heim in unmittelbarer Nachbarschaft, begleitet Vertreter des Landkreises bei Veranstaltungen der Bürgermeister, Gemeinderäte, Fraktionen, zu Bürgerversammlungen sowie zu Veranstaltungen von Kirchenvorständen. Darüber hinaus versucht sie im Dialog mit den Beteiligten das Verständnis für andere Nationalitäten und Kulturen zu vermitteln. Gerlinde Franke konnte bereits eine Vielzahl weiterer ehrenamtlicher Helferinnen und Helfer für die Sozialarbeit mit den Asylbewerbern gewinnen. Daneben ist sie ehrenamtliche Präses der evangelischen Kirche des Kirchenbezirks Meißen und Mitglied der evangelischen Synode Sachsens.

Sachsen-Anhalt

Sabrina Sadowska, Halle an der Saale
Verdienstmedaille

Sabrina Sadowska ist Ballettbetriebsdirektorin und erste Ballettmeisterin bei den Städtischen Theatern Chemnitz und war bis 2013 Ballettmeisterin und stellvertretende Direktorin bei der Ballett Vorpommern/Theater Vorpommern GmbH. Sie ist darüber hinaus Betriebsratsvorsitzende der Theater Vorpommern GmbH. Seit der Gründung der Bundesdeutschen Ballett und Tanztheaterdirektorenkonferenz (BBKT) ist sie dort Mitglied/Präsidiumsmitglied. Im Jahr 2006 wirkte sie maßgeblich an der Gründung der Ständigen Konferenz Tanz e.V. mit. Ein besonderes Anliegen ist ihr der berufliche Wiedereinstieg von Tänzerinnen und Tänzern nach ihrer Tanzkarriere. 2010 wurde die Stiftung TANZ – Transition Zentrum Deutschland gegründet, die sich auch für die Schaffung von Spezialzentren für Tänzergesundheit und Tänzerrehabilitation einsetzt. Sabrina Sadowska brachte als Mitbegründerin und Vorsitzende der Stiftung mit einer weiteren Kollegin das Stiftungskapital selbst auf.

Tatjana Schewtschenko, Dessau-Roßlau
Verdienstkreuz am Bande

Tatjana Schewtschenko engagiert sich seit 20 Jahren im Verein Sozial-kulturelles Frauenzentrum Dessau, der verschiedene Projekte zur Integration ausländischer Mitbürgerinnen anbietet. Der Verein gibt zusätzlich zum Erwerb und zur Festigung deutscher Sprachkenntnisse auch Unterstützung in allen Lebenslagen sowie Kommunikationskurse, um die Anfangsphase in der neuen Heimat zu erleichtern. Als Gründungsmitglied und Vorsitzende des Deutsch-Russischen Arbeitskreises Dialog e.V. und des Integrationsbeirates der Stadt Dessau-Roßlau schlägt Tatjana Schewtschenko eine Brücke zwischen den Migrantinnen und Migranten der Stadt, den städtischen Gremien, der Verwaltung und der Öffentlichkeit. Insofern dient sie nicht selten als Sprachrohr der Zugewanderten, die unter Umständen nicht den Mut haben, sich öffentlich zu äußern.

Schleswig-Holstein

Hiltrud Maria Thye, Flensburg
Verdienstmedaille

Hiltrud Maria Thye engagiert sich seit vielen Jahrzehnten im kirchlichen und im sozialen Bereich. Sie ist Sprecherin für Anliegen der Frauen in der Erzdiözese Hamburg und setzt sich in der Ökumene ein. Sie hilft mit bei der Organisation von Friedensgottesdiensten sowie ökumenischen Kreuzwegen am Karfreitag und gestaltet jährliche Weltgebetstage. Seit vielen Jahren bringt sie sich beim ökumenischen Runden Tisch in Flensburg ein. Daneben liegt ihr das Engagement für Frauen und den Kampf wider die Gewalt gegen Frauen besonders am Herzen. Sie war 1995 Gründungsmitglied und ist seit 2012 Vorsitzende der Katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd) im Erzbistum Hamburg und gestaltet darüber hinaus auch auf Bundesebene die kfd mit. Hiltrud Maria Thye arbeitet dort erfolgreich mit am Netzwerk von Frauen für Frauen, die über den interreligiösen Dialog die Integration von Frauen fördern.

Barbara Iris Winkler, Flensburg
Verdienstmedaille

Barbara Winkler richtet seit mehr als dreieinhalb Jahrzehnten ihr Augenmerk auf den Bereich Integration sowie auf die Rechte von Frauen. Sie ist Mitbegründerin und seit 2010 Vorsitzende des Runden Tisches für Integration in Flensburg, der die Kommunalpolitik sowie die Verwaltung in Fragen zur Migration unterstützt und in sämtlichen städtischen Ausschüssen vertreten ist. Seit 2012 ist sie Mitglied des Begleitausschusses Aktionsplan Integration Schleswig-Holstein. Während ihrer Berufstätigkeit hat sie sich als Betriebsrätin und auch europaweit im Konzern für die Belange von Frauen stark gemacht. Seit 2008 engagiert sie sich im Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB). Barbara Winkler hat die Idee der anonymen Bewerbung nach Flensburg getragen. Nach ihrem Eintritt in den Ruhestand wurde sie Delegierte des Altenparlamentes des Schleswig-Holsteinischen Landtages.

Thüringen

Ute Schreck, Erfurt
Verdienstkreuz am Bande

Ute Schreck engagiert sich seit Mitte der 1990er Jahre für das Deutsche Komitee für UNICEF und deren Geschäftsstelle in Erfurt. Seit der Gründung der UNICEF-Arbeitsgruppe Erfurt im Jahr 1995 trug ihr Wirken maßgeblich zu deren Aufbau bei. Sie setzt sich für die Organisation der Gruppe in Erfurt und von hier aus für das Wohl von Kindern in der ganzen Welt ein. Alle ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden von ihr koordiniert, sie pflegt in ihren freien Stunden, am Wochenende und unter Einbringung von Urlaubstagen den Kontakt zu wichtigen Persönlichkeiten, Partnerinstitutionen und Einrichtungen. Hinzu kommt die Verantwortung für alle Bereiche der Mittelbeschaffung und der Öffentlichkeitsarbeit. In ihrer freien Zeit war und ist Ute Schreck auch an Schulen, in Kindergärten und Unternehmen unterwegs, um die Arbeit von UNICEF transparent zu machen und für die Projekte zu werben.