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Bundespräsident und UN-Generalsekretär fordern Ende der Gewalt in Ägypten

Bundespräsident Christian Wulff (r.) und Ban Ki-moon, Generalsekretär der UNO, während einer gemeinsamen Pressekonferenz im Schloss Bellevue. Berlin, 3. Februar 2011 Bundespräsident Christian Wulff (r.) und Ban Ki-moon, Generalsekretär der UNO, während einer gemeinsamen Pressekonferenz im Schloss Bellevue. © Foto: Bolesch, Sebastian

Am 3. Februar 2011 haben sich Bundespräsident Christian Wulff und UN-Generalsekretär Ban Ki-moon zu einem Gespräch in Schloss Bellevue getroffen. Anschließend äußerten sie vor der Presse ihre Besorgnis über die Entwicklung in Ägypten. Bundespräsident Wulff forderte ein Ende der Gewalt gegen Demonstranten und Journalisten. Der UN-Generalsekretär bezeichnete die Lage in Kairo als völlig inakzeptabel. Der Bundespräsident und er seien "sehr beunruhigt angesichts der Einschüchterung und der Restriktionen gegen internationale Medien".

Bundespräsident Christian Wulff bei der Pressekonferenz:
"In sehr ernster Lage haben wir uns heute Abend über die Agenda der Vereinten Nationen für dieses Jahr unterhalten und über die geplanten UN-Reformen, an die auch Deutschland wichtige Erwartungen knüpft. Aber zunächst zur Lage in Ägypten: Aufgrund der aktuellen Entwicklung in Kairo ist die Internationale Staatengemeinschaft gefordert, ein ganz klares Signal zu geben: Die Gewalt gegen friedliche Demonstranten und auch gegen Journalisten muss ein Ende haben. Es muss der Weg frei gemacht werden für einen Prozess, in dem die Pressefreiheit, die Versammlungsfreiheit und andere Freiheiten dauerhaft in Ägypten gewährleistet sind. Ich bin in größter Sorge um den inneren und äußeren Frieden in der Region. Deutschland wird jede Hilfe leisten, um eine freiheitliche demokratische Entwicklung zu unterstützen. Wir weisen jeden Versuch zurück, mittels Gewalt Fakten schaffen zu wollen. Das ist der falsche Weg."