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Gedenkveranstaltungen zum Jahrestag
des 20. Juli 1944

Zwei Soldaten halten Ehrenwache an der Gedenkstätte Deutscher Widerstand im Bendlerblock Berlin, 20. Juli 2011 Kranzniederlegung zum Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus anlässlich des 67. Jahrestags des 20. Juli 1944 © Sebastian Bolesch

Bundespräsident Christian Wulff hat am 20. Juli 2011 in Berlin an den Gedenkveranstaltungen zum 67. Jahrestag des Attentats vom 20. Juli 1944 teilgenommen. Nach einer Kranzniederlegung im Ehrenhof des Bendlerblocks erinnerte er gemeinsam mit rund 350 Gästen in der Gedenkstätte Plötzensee an den Widerstand gegen die nationalsozialistische Gewaltherrschaft. Am Abend hielt der Bundespräsident die Festrede beim feierlichen Gelöbnis der Bundeswehr vor dem Reichstagsgebäude.

Bei der Kranzniederlegung im Bendlerblock, wo am 20. Juli 1944 die Widerstandskämpfer um Claus Schenk Graf von Stauffenberg hingerichtet wurden, nahmen neben Bundespräsident Wulff Vertreter von Bundesregierung, Bundestag, Bundesrat und Bundesverfassungsgericht teil. Anschließend fand eine Feierstunde in der Gedenkstätte Plötzensee zu Ehren des Widerstands gegen den Nationalsozialismus statt. In der heutigen Gedenkstätte waren zwischen 1933 und 1945 mehr als 3.000 Menschen hingerichtet worden, darunter 89 infolge des gescheiterten Hitler-Attentats.

Die Tradition gemeinsamer Gedenkveranstaltungen von Bundespräsident, Bundesregierung und der „Stiftung 20. Juli 1944“ reicht bis in das Jahr 1954 zurück. Zehn Jahre nach dem Attentat hielt Bundespräsident Theodor Heuß die erste Rede bei einer gemeinsamen Gedenkveranstaltung im Ehrenhof des Bendlerblocks. Die nachfolgenden Bundespräsidenten haben diese Tradition fortgesetzt.

Ebenfalls aus Anlass des Jahrestages des 20. Juli 1944 fand am Abend das feierliche Gelöbnis der Bundeswehr vor dem Reichstag statt. Bei dem ersten Gelöbnis nach Aussetzen der Allgemeinen Wehrpflicht legten rund 460 Soldatinnen und Soldaten ihr Gelöbnis ab.