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Empfang für Teilnehmer der Botschafterkonferenz

Empfang für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Botschafterkonferenz 2011 in Schloss Bellevue - Bundespräsident Christian Wulff bei seiner Ansprache Schloss Bellevue, 29. August 2011 Empfang für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Botschafterkonferenz 2011 - Bundespräsident Christian Wulff bei seiner Ansprache © Ole Krünkelfeld

Bundespräsident Christian Wulff hat am 29. August 2011 die deutschen Botschafterinnen und Botschafter im Ausland und ihre Partner anlässlich der diesjährigen Botschafterkonferenz in Schloss Bellevue empfangen. Dabei bedankte sich der Bundespräsident für das Engagement und die Professionalität der deutschen Auslandsvertretungen.

Außerdem appellierte der Bundespräsident an die Botschafterinnen und Botschafter, den Wert Europas bei ihrer Arbeit zu vermitteln: "Wir haben in Europa unendlich viel erreicht. Ein Einigungsprojekt, das seinesgleichen sucht, weil es große wie kleine Länder mit einbezieht, weil jeder einzelne Staat Verantwortung trägt, weil aber auch die gemeinsame Solidarität zum Ausdruck kommt. Das war und das ist Europas Stärke. Mir ist wichtig, dass Deutschland seine Verantwortung für Europa wahrnimmt, dass deutsche und europäische Interessen nicht voneinander zu trennen sind und dass die Zukunft Europas über die Zukunft aller europäischen Völker entscheidet. Hier kann es keine Renationalisierungen oder rein nationale Betrachtungen geben.

Wir müssen das Ganze sehen, weil Europa der Garant von Frieden, von Freiheit und Wohlstand ist und auch bleiben muss. Wir wären völlig von Sinnen, würden wir dieses Projekt wegen ernster aber beherrschbarer Schuldenkrisen in Frage stellen. Wenn jeder in Europa das bei sich Notwendige leistet, werden alle anderen zu Kooperation und Solidarität bereit sein. Vermitteln Sie bitte in Ihrer Arbeit ganz persönlich und anschaulich den Wert, den Europa für uns hat, denn viele von Ihnen waren in Europa an verschiedenen Orten, in verschiedenen Hauptstädten eingesetzt und wissen den Wert Europas richtig einzuschätzen.

Diejenigen, die überwiegend außerhalb Europas tätig sind, erleben, dass wir in dieser sich schnell verändernden Welt als 500 Millionen Europäer gehört werden, wenn wir gemeinsam auftreten, aber nicht, wenn dort jedes europäische Land eine andere Position bezieht. Den Europäischen Auswärtigen Dienst und die Gemeinsamen Sicherheits- und Verteidigungspolitik sehe ich als wichtige Chancen, das gemeinsame Potential zu entfalten und Europa neu mit Leben zu füllen."