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Bundespräsident Christian Wulff hat Herrn Liu Xiaobo in einem Glückwunschschreiben zum Friedensnobelpreis gratuliert: "Ihr Mut, sich für die Menschenrechte in Ihrem Land friedlich einzusetzen, hat meinen größten Respekt."

Sehr geehrter Herr Liu,

zum Friedensnobelpreis gratuliere ich Ihnen, auch im Namen meiner Landsleute, von ganzem Herzen. Das Komitee würdigt damit Ihr mutiges Eintreten für die Menschenrechte.

China hat seit seiner Öffnung große Fortschritte gemacht. Das betrifft nicht nur die enorme wirtschaftliche Entwicklung des Landes: Die chinesische Verfassung wurde geändert, um Menschenrechte aufzunehmen. Die Regierung betont, wie wichtig es ist, dass sich China zu mehr Rechtsstaatlichkeit und Demokratie entwickelt. Der Staatsrat veröffentlichte letztes Jahr den "Nationalen Aktionsplan für Menschenrechte 2009/10".

Sie haben sich friedlich an der Diskussion um die demokratische Zukunft Ihres Landes beteiligt. Ein chinesisches Gericht hat Sie zu elf Jahren Haft verurteilt. Das Urteil hat in meinem Land und vielen anderen Teilen der Welt Unverständnis und Bestürzung ausgelöst. Deutschland hat sich gemeinsam mit seinen Partnern in der Europäischen Union für Sie eingesetzt. Wir werden dies auch weiterhin tun.

Ihr Mut, sich für die Menschenrechte in Ihrem Land friedlich einzusetzen, hat meinen größten Respekt.

Ihr Christian Wulff Präsident der Bundesrepublik Deutschland