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Bundespräsident empfängt Teilnehmer des Deutsch-Afrikanischen Bischofstreffens

Bundespräsident Christian Wulff hat heute Nachmittag die Teilnehmer des VII. Deutsch-Afrikanischen Bischofstreffens zu einem zweistündigen Gespräch in Schloss Bellevue empfangen. Im Mittelpunkt des Treffens, an dem auch acht Kardinäle und Bischöfe aus verschiedenen afrikanischen Ländern wie Tanzania, dem Sénégal, und Angola teilnahmen, stand das Thema Migration aus Afrika. Außerdem informierte sich der Bundespräsident über den interreligiösen Dialog in Afrika.

Bundespräsident Wulff: "Afrika ist unser Nachbarkontinent, mit dem wir vielfach verbunden sind. Herausforderungen wie Armutsbekämpfung, Schutz der natürlichen Ressourcen und Bewältigung des Klimawandels müssen wir gemeinsam begegnen. Ausdruck der engen Bindungen zwischen Europa und Afrika ist auch der Austausch zwischen den Menschen, der bereichert und positive Entwicklungen anstoßen kann. Es sollte uns aber zu denken geben, wenn junge Menschen angesichts von Armut und Hoffnungslosigkeit keine andere Möglichkeit mehr sehen, als ihre Heimat zu verlassen. Die afrikanischen Regierungen müssen sich verstärkt die Frage stellen, was sie tun können, um diesen Menschen eine Perspektive zu bieten."

Die Tradition Deutsch-Afrikanischer Bischofstreffen reicht in die 1980er Jahre zurück. Ziel dieser Treffen, an denen bis zu 20 Bischöfe teilnehmen, ist die Vertiefung der Beziehungen zwischen den deutschen und afrikanischen Ortskirchen. Daneben beschäftigen sich die Treffen auch mit wirtschaftlichen und politischen Fragen.