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„Unser Land ist Ihren Einsatz wert“ - Bundespräsident hält Gelöbnisrede zum 20. Juli

„Der Geist der Bundeswehr wird sich mit dem Aussetzen der Wehrpflicht nicht verändern. Sie als freiwillig Wehrdienstleistende haben sich bewusst mit unserer Werteordnung auseinandergesetzt“, so Bundespräsident Christian Wulff in seiner Rede zum Feierlichen Gelöbnis der ersten freiwillig Wehrdienstleistenden vor dem Reichstagsgebäude in Berlin. Weiter sagt der Bundespräsident: „Was sich aber auch nicht ändern darf, ist der Geist, in dem wir als Bürger der Bundeswehr gegenübertreten. Sie gehört in unsere Mitte, in unsere Schulen und Hochschulen, auf öffentliche Plätze. Ihre Freiwilligkeit darf nicht zu Gleichgültigkeit in der Gesellschaft führen. Hier mache ich mir durchaus Sorgen. (…) Wir müssen Anteil nehmen an Ihren Leistungen, an Ihren Ängsten, an Ihren Zweifeln. Öffentliche Debatten führen über Einsätze der Bundeswehr. Und uns mehr kümmern – gerade um die, die in ihrem Einsatz innerlich oder äußerlich verwundet wurden. Um die Angehörigen, die diesen besonderen Dienst an unserem Land auf ihre Weise mittragen.“

Die Rekrutinnen und Rekruten verteidigten, wofür die Menschen des Widerstandes gekämpft, gelitten und viele mit ihrem Leben bezahlt hätten: Mitmenschlichkeit und Anstand, Freiheit und Rechtsstaatlichkeit, eine offene und menschenwürdige Gesellschaft, so der Bundespräsident. „Unser Land ist Ihren Einsatz wert.“

Darüber hinaus hebt der Bundespräsident in seiner Rede die Bedeutung der Kultur der Freiwilligkeit für den Zusammenhalt in Deutschland hervor: „Junge Menschen, die freiwillig Wehrdienst leisten, die sich im Bundesfreiwilligendienst oder in vielfältigen Freiwilligenprogrammen auf Länderebene engagieren, verdienen Achtung und Dankbarkeit.“