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Bundespräsident Christian Wulff hat zum Gedenken an die Ermordung von Matthias Erzberger vor neunzig Jahren, am 26. August 1921, einen Kranz niederlegen lassen

Bundespräsident Christian Wulff: „Wir gedenken heute des Mordes an dem früheren Reichsfinanzminister Matthias Erzberger. Er wurde heute vor neunzig Jahren von feigen Attentätern, rechtsgerichteten Feinden der Republik, umgebracht.

Matthias Erzberger, überzeugter Republikaner und Demokrat, leidenschaftlicher Abgeordneter und tatkräftiger Finanzminister war überzeugt von den großen Chancen, die die Demokratie für Deutschland bedeutete. Viele hassten und verachteten diesen Gründungsvater der deutschen Republik, der 1918 das einzig richtige und einzig mögliche getan und den Waffenstillstand zur Beendigung des 1. Weltkrieges im Namen des Reiches unterzeichnet hatte. Verblendete Nationalisten haben ihn dafür verfolgt und verfemt und am Ende ermordet.

Es waren vor allem die politisch wachen Katholiken in der Zentrumspartei und die Sozialdemokraten, die die erste Republik trugen und schützten.

Matthias Erzberger war republikanischer Patriot und er bleibt Vorbild. Wenn wir heute an Matthias Erzberger erinnern, dann auch an die Tatsache, dass eine Republik Republikaner braucht und eine Demokratie überzeugte und tapfere Demokraten.“