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Bundespräsident reist nach Breslau

Bundespräsident Christian Wulff reist am morgigen Dienstag nach Polen, um das 200-jährige Bestehen der Staatlichen Universität Breslau zu würdigen. Bei einem Festakt in der Universität wird der Bundespräsident am Vormittag eine Ansprache halten.

Bundespräsident Christian Wulff: „Es ist ein besonderes Zeichen der deutsch-polnischen Verständigung, dass wir morgen in Breslau die Geschichte der Universität mit ihren deutschen und polnischen Epochen würdigen.“

Am Morgen wird der Bundespräsident zunächst mit dem polnischen Staatspräsidenten Bronsiław Komorowski und dem ukrainischen Präsidenten Wiktor Janukowytsch Blumen an einem Denkmal niederlegen, um der polnischen Professoren aus Lemberg zu gedenken, die wie die Gelehrten aus Krakau Opfer der nationalsozialistischen Verfolgung wurden. Die Stadt Lemberg gehört seit 1945 zur Ukraine. Viele polnische Professoren und Studenten aus Lemberg sind nach 1945 nach Breslau gegangen. Nach dem Festakt werden die drei Präsidenten zu einem gemeinsamen Gespräch zusammenkommen.

Am Nachmittag trifft der Bundespräsident Vertreterinnen und Vertreter der deutschen Minderheit in Breslau. Bundespräsident Wulff: „Die deutschen Minderheiten in Mittel- und Osteuropa sind eine erfolgreiche Brücke in den Beziehungen Deutschlands zu seinen östlichen Nachbarn. Sie kennen beide Gesellschaften und Sprachen und sind in der Lage, die Beziehungen zwischen den jeweiligen Ländern zu vertiefen.“