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Gedenkveranstaltung für die Opfer rechtsextremistischer Gewalt

Am Donnerstag, den 23. Februar 2012, findet um 10.30 Uhr im Konzerthaus am Gendarmenmarkt in Berlin eine Gedenkveranstaltung für die Opfer rechtsextremistischer Gewalt statt. Die Gedenkveranstaltung, zu der alle Verfassungsorgane gemeinsam eingeladen haben, soll ein Zeichen des Zusammenhalts und des Einstehens gegen jede Form von Fremdenfeindlichkeit und Gewalt setzen. Bundesratspräsident Horst Seehofer nimmt an der Gedenkveranstaltung in Wahrnehmung der Befugnisse des Bundespräsidenten gemäß Artikel 57 des Grundgesetzes teil.

Anlass für die Gedenkveranstaltung sind die im vergangenen Jahr aufgedeckten zehn Morde mit rechtsextremem Hintergrund, die in Deutschland, aber auch im Ausland, großes Entsetzen ausgelöst haben. Bei der Gedenkveranstaltung wird der zehn Mordopfer gedacht, aber auch der Verletzten der beiden Kölner Sprengstoffanschläge und aller anderen Opfer rechtsextremer Gewalt in Deutschland. Angehörige der Opfer und andere Betroffene der Terroranschläge werden an der Gedenkveranstaltung teilnehmen.

Es werden rund 1.200 Gäste erwartet. Neben den Spitzen des Staates und Abgeordneten des Deutschen Bundestages werden zahlreiche Ministerpräsidenten und Vertreter der Bundesländer anwesend sein, ebenso die von Bund und Ländern bestellten Ombudsleute für die Opfer und deren Angehörige. Teilnehmen werden auch eine Delegation des Menschenrechtsausschusses des türkischen Parlaments und zahlreiche Mitglieder des Diplomatischen Korps. Ebenso eingeladen sind Ehrenamtliche aus Initiativen und Bündnissen, die sich gegen fremdenfeindliche Gewalt und für Demokratie engagieren sowie Schulklassen und Sportvereine, die sich um die Integration verdient machen. Anlässlich der Gedenkveranstaltung haben Arbeitgeber und Gewerkschaften für 12.00 Uhr zu einer Schweigeminute für die Opfer aufgerufen.

Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel wird eine Ansprache halten; für die Angehörigen sprechen Frau Semiya Şimşek und Frau Gamze Kubaşık, beide Töchter von Mordopfern.

Das international besetzte Orchester der Berliner Universität der Künste spielt Stücke von Johann Sebastian Bach und Cemal Resit Rey, dem Vorreiter der klassischen Moderne in der Türkei. Der renommierte Musikproduzent Mousse T. (Mustafa Gündogdu) hat eigens für die Veranstaltung mit „Fragile“ von Sting und „Imagine“ von John Lennon zwei Stücke der „Gegenwartsklassik“ als Medley neu für Orchester arrangiert. Iris Berben und Erol Sander rezitieren Lyrik und schlagen dabei einen Bogen von der Trauer über die Mahnung gegen Gewalt hin zum Aufruf zu einem friedlichen, toleranten Miteinander.

Bundespräsident a.D. Christian Wulff hatte sich gemeinsam mit den anderen Verfassungsorganen auf die Gedenkveranstaltung am 23. Februar 2012 verständigt. Die Gedenkveranstaltung war bereits Thema bei einem Treffen von Bundespräsident Wulff mit Angehörigen der Mordopfer sowie Verletzten der Verbrechensserie mit rechtsextremistischem Hintergrund, das im vergangenen November in Schloss Bellevue stattfand.

Das Programm der Gedenkveranstaltung finden Sie unter: www.bundespräsident.de/Gedenkveranstaltung

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- Die Akkreditierung endet am Freitag, 17. Februar 2012, 10.00 Uhr.

- Journalistinnen und Journalisten mit gültiger Dauerakkreditierung des Presse- und Informationsamtes der Bundesregierung melden sich namentlich per E-Mail beim Presse- und Informationsamt der Bundesregierung an unter: akkreditierung@bpa.bund.de.

- Journalistinnen und Journalisten, die nicht im Besitz einer BPA-Dauerakkreditierung sind, werden gebeten, sich im Internet unter www.akkreditierung.bundesregierung.de anzumelden.

- Aus Platzgründen ist nur eine begrenzte Zulassung möglich. Über eine Teilnahme an der Gedenkveranstaltung wird nach Ablauf der Meldefrist entschieden. Informationen über Ausgabezeiten der Sonderausweise gehen Ihnen nach Ablauf der Meldefrist per E-Mail zu.

- Technische Informationen stellt das BPA zur Verfügung unter: www.cvd.bundesregierung.de.

- Im Rahmen des Berliner Modells übernimmt die ARD die Funktion des poolführenden Senders im Konzerthaus. Informationen zur Abgabe der Live-Signale erhalten Sie im ARD-Hauptstadtstudio, Ansprechpartner ist Herr Werner Melzer, Tel. 030/ 2288 1700, E-Mail: werner.melzer@ard-hauptstadtstudio.de.

- Vor dem Deutschen Dom wird eine Aufsagerposition mit Blickrichtung zum Konzerthaus zur Verfügung gestellt. Die Nutzung der Aufsagerposition ist mit gültiger Akkreditierung möglich. Interessierte Fernsehstationen wenden sich im BPA an Herrn Rainer Hornischer, Tel.: 030/ 18 272 – 2603, E-Mail: rainer.hornischer@bpa.bund.de.