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Bundespräsident Christian Wulff zur Festveranstaltung "150 Jahre Deutscher Industrie- und Handelskammertag"

Bundespräsident Christian Wulff bei der DIHK Berlin, 22. März 2011 Foto: Christian Thiel, Presse- und Informationsamt der Bundesregierung © Foto: Christian Thiel, Presse- und Informationsamt der Bundesregierung

Der 150. Geburtstag des Deutschen Industrie- und Handelskammertags ist ein großes Jubiläum - auch für unser Land, weil der der DIHK den Weg Deutschlands zu einer führenden Wirtschaftsnation in wesentlichen Punkten mitgestaltet und dabei schwere Kriegs- und Krisenzeiten überstanden hat.
Die Gründung des Deutschen Handelstages vor 150 Jahren fiel in bewegte Zeiten, so wie wir sie auch heute erleben. Es waren die legendären Gründerjahre. In rascher Folge wurden damals Fabriken und Schienenwege gebaut, Zechen eröffnet, die Stahlindustrie boomte, fossile Energiequellen wurden erschlossen. Die Bevölkerung und die Städte in Deutschland wuchsen und auch die Geschwindigkeit des Wandels.

Es gab mehr als genug zu tun, und der Deutsche Handelstag hat sich in seine Rolle als die Interessenvertretung der gewerblichen Wirtschaft schnell eingefunden.

Ohne Umschweife kann ich feststellen: Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag ist zu einer tragenden Institution der deutschen Wirtschaftsordnung geworden. Ich freue mich, heute zum 150. Geburtstag zu gratulieren.

Der DIHK hat - mit seinem engen Netz von mittlerweile 80 Auslandshandelskammern - die deutsche Wirtschaft in die Welt geführt und viele Investoren nach Deutschland. Viele beneiden uns um dieses Netzwerk. Für Ihr engagiertes und erfolgreiches Wirken meinen herzlichen Dank!
Vor anderthalb Jahrhunderten hatte der DIHK seine großen Aufgaben innerhalb einer noch zusammenwachsenden deutschen Wirtschaft. 150 Jahre später ist Deutschland ein tragender Teil der Weltwirtschaft. Unser Weltbewusstsein ist gewachsen und damit auch unsere Verantwortung in der Welt und für die Welt. Das Internet, die neuen, grenzenlosen Möglichkeiten der Information, vernetzen und verändern die Welt - zum Teil dramatisch, wie wir in den letzten Wochen und Monaten erkennen können.

Zugleich gibt es viele schwelende Konflikte. Ob der soeben demokratisch gewählte Präsident der Elfenbeinküste nun auch tatsächlich in den Präsidentenpalast einziehen kann, wird Auswirkungen auf andere afrikanische Staaten haben. In der arabischen Welt brechen politische und gesellschaftliche Strukturen auf, die über Jahrzehnte hinweg - auch für viele von uns - als unveränderlich galten.

Wir tun gut daran, den Wunsch nach Gerechtigkeit, Freiheit und Teilhabe am Wohlstand zu unterstützen und damit friedlichen Wandel und Aufstieg in anderen Teilen der Welt zu befördern. Die Vorzüge unseres Gesellschaftsmodells sollten wir selbstbewusst, aber ohne Überheblichkeit vertreten. Auslandshandelskammern und den deutschen Unternehmen im Ausland kommt dabei eine wichtige Rolle als Botschafter unseres demokratischen Rechtsstaates und der Sozialen Marktwirtschaft zu. Deutschland und die deutsche Wirtschaft werden mit viel Wohlwollen wahrgenommen. Sie haben die Chance, durch ihr Wirken vor Ort die Sozialpartnerschaft, humane Arbeitsbedingungen und die Wahrung von Umweltstandards mit zu befördern - also die Standards und Werte, die unser Land ausmachen. Sie nutzen dies eindrucksvoll. Dafür gibt es unzählige Beispiele. Die slowakische Ministerpräsidentin etwa berichtete mir, sie müsse eine Belegschaft nur zum Betriebsklima und zur Unternehmenskultur befragen, um sagen zu können: Sie arbeiten in einem deutschen Unternehmen!

Wir befinden uns heute, 150 Jahre nach der Hochphase unserer Industrialisierung mit all ihren Begleiterscheinungen, wiederum inmitten eines tiefen Umbruchs. Waren wir damals die Pioniere der Industrialisierung, so sollten wir heute die Pioniere des ökologischen Wandels sein! Einige Schwellenländer werden schon bald Industrieländer sein. Technologien entwickeln sich in immer schnellerem Tempo. Wir stehen in einem immer intensiveren Wettbewerb auf den globalen Märkten - auch um knappere Ressourcen. Die Weltbevölkerung wächst rasant, in wenigen Jahrzehnten werden wir vermutlich neun Milliarden Menschen sein. Vieles, was wir heute tun, hat gravierende Folgen für das Klima und damit für das Leben auf diesem Planeten. Und wir können nicht so tun, als hätten wir noch einen zweiten im Kofferraum.

Das alles zeigt: Wenn jeder an sich selbst denkt, ist noch lange nicht an alle gedacht. Wir brauchen einen Ordnungsrahmen, der eine langfristig tragfähige Entwicklung ermöglicht.

So wie Deutschland im Zeitalter der Industrialisierung Motor für weltweite Entwicklungen war, so muss unser Land auch heute bereit sein, voranzugehen, um ein intelligentes und nachhaltiges Wirtschaften zu ermöglichen. Der Rahmen aber muss global sein.

Dazu gehören eine stabile Finanzordnung und solide Währungspolitik und ein schonender Umgang mit den knappen Ressourcen unseres Planeten und den Dienstleistungen der Natur: sauberes Wasser, saubere Luft, fruchtbare Böden. Und nicht zuletzt auch eine Politik, die Antworten findet auf das rasante Bevölkerungswachstum in vielen Ländern, in denen Zugang zu Familienplanung und Alterssicherung fehlt.

Wir brauchen letztlich Antworten auf die Überforderung der Welt. Und wir in Europa sollten großes Interesse daran haben, an einer Welt mitzuwirken, in der man sich auch in Zukunft noch wohlfühlt. Bei allen notwendigen Regelungen globaler Fragen wird es von entscheidender Bedeutung sein, dass Europa mit einer Stimme spricht. Hiervon bin ich fest überzeugt! Hier müssen wir unsere Anstrengungen verstärken und verbessern, sei es in Fragen der Finanzpolitik, der Außenpolitik oder auch der internationalen Energiepolitik. Das haben nicht zuletzt die aktuellen Geschehnisse deutlich gezeigt.
Heute fühlen, leiden und hoffen wir mit den Menschen in Japan, die Angehörige verloren haben und nun im wahrsten Sinne des Wortes vor den Trümmern ihrer Existenz stehen.

Wir sehen zu, wie eine moderne, hochkomplexe Industriegesellschaft und ihre menschengemachte Technik von den Gewalten der Natur bis ins Innerste erschüttert wird. Die Gefahren, die von den zerstörten Atomreaktoren in Fukushima ausgehen, erfüllen viele Menschen weltweit mit großer Sorge.
Wir brauchen eine umfassende Bewertung von Techniken und Konzepten, weil wir Offenheit für Naturwissenschaft und Technik ebenso wie Vertrauen in Naturwissenschaft und Technik benötigen. Wir brauchen ein positives Innovationsklima, aber keine blinde Technikgläubigkeit. Das Axiom der Freiheit lautet: Verantwortung. Und Verantwortung hat einen Zwilling: Vertrauen. Nur wo Verantwortung gelebt wird, stellt sich auch dauerhaft Vertrauen ein.
Hier sind kritische Fragen an die Wirtschaft und die Betreiber von Kernkraftwerken ebenso berechtigt wie Fragen an die Politik und die Aufsichtsbehörden - insbesondere wenn Einschätzungen innerhalb von Stunden wechseln. Den damit einhergehenden Vertrauensverlust darf man nicht geringschätzen und deshalb ist gut, wenn wir die nächsten Monate nutzen, neu nachzudenken.

Die Geschehnisse in Japan führen uns auch vor Augen, wie eng verflochten die Welt heute ist. Gerade die schwere Finanz- und Schuldenkrise und die offenen Fragen in der Energieversorgung lassen Schwächen im Fundament der globalen Wirtschaft erkennen.
Wir müssen das Fundament erneuern, um die Errungenschaften der vergangenen Jahrzehnte auch für die Zukunft zu sichern - die Verbreitung des Wohlstands, den technischen Fortschritt und die vielen Vorteile freier, offener Märkte.

Vor 150 Jahren ging es in Deutschland und Europa um Wege in die Industrialisierung. Heute geht es um den Übergang in eine Wirtschaftsordnung, die mit der rasanten Industrialisierung und Globalisierung, mit knapperen Ressourcen und wachsendem Energiebedarf Schritt hält.
Dazu gehört eine zukunftsfähige Energiepolitik, die Sicherheit, Verlässlichkeit, Bezahlbarkeit und Nachhaltigkeit nach ökologischen Kriterien - auch mit Blick auf die globalen Klimaschutzziele - miteinander verknüpft. Wir müssen damit in Deutschland beginnen, uns aber eng mit unseren Partnern in Europa und der Welt abstimmen und entschlossen neue Wege beschreiten.

Damals folgte auf die Verbreitung der Dampfmaschine eine ganze Kaskade von neuen Technologien und Wirtschaftszweigen, von neuen Produkten und Werkstoffen. Vor so einer Chance stehen wir auch heute. Mit unseren Innovationen und Investitionen im Bereich effizienter, ressourcen- und umweltschonender Technologie werden wir neue Arbeitsplätze schaffen, unsere Umwelt und unsere Gesellschaft zukunftsfähiger und uns auch unabhängiger von fossilen Rohstoffen machen. Letztlich sind die günstigsten Rohstoffe die, die man gar nicht braucht - und die billigste Energie die, die man bei der Produktion einspart.

Die deutsche Wirtschaft hat bei Umwelttechnologien, in der Abfall- und Wasserwirtschaft und im Recycling einen Vorsprung, den wir verteidigen müssen. Der DIHK kann durch sein großes Netzwerk gerade auch hier eine ganz wichtige Vermittlerrolle spielen. Ich begrüße sehr das Motto Ihrer aktuellen Kampagne: "Klimaschutz zahlt sich aus, Energieeffizienz ist ein Wettbewerbsvorteil."
Wenn unsere Wirtschaft auch künftig innovativ, wettbewerbsfähig und langfristig tragfähig sein soll, dann müssen wir aber auch eine Reihe von anderen Herausforderungen beherzt angehen: Eine ganz wesentliche ist der demografische Wandel. So, wie wir ihm bisher begegnen, nagt er am Fundament unserer sozialen Sicherungssysteme. Er schmälert unsere Wachstumschancen deutlich. Er führt dazu, dass es Unternehmen in Deutschland zunehmend schwerer fällt, qualifizierte Mitarbeiter zu finden. Uns könnten in nur 15 Jahren bis zu 6,5 Millionen Erwerbstätige fehlen. Das entspräche der Wohnbevölkerung von Berlin, Hamburg und München zusammen!

Wir wissen, was zu tun ist. Der DIHK hat in seinem Jahresmotto einen überzeugenden Dreiklang gefunden: "bilden - beschäftigen - integrieren". Die wichtigste Ressource sind gebildete, motivierte und kreative Menschen.

Jedem Kind früh und nachhaltig die Lust und Neugier am Lernen zu vermitteln, darauf kommt es an. Besonders wichtig ist das für die, die im Elternhaus wenig Anregungen bekommen. Wenn sich alles rasant verändert - die Technik, der Arbeitsmarkt, die nötigen Qualifikationen - dann muss man den Einzelnen dazu zu befähigen, lebenslang weiter zu lernen, eigenständig Initiative zu ergreifen und mit anderen zusammen Ideen zu verwirklichen. Hier ist das deutsche Bildungssystem häufig besser als sein Ruf und die Lehrerinnen und Lehrer sind häufig sehr engagiert.

Zugleich sollten wir seitens der Wirtschaft noch mehr dafür sorgen, dass die jungen Leute früh Einblicke ins Berufsleben bekommen. Ermutigen Sie Unternehmen, Schüler und Studenten in ihre Betriebe zu holen. Gerade in technischen und naturwissenschaftlichen Bereichen passiert so viel Spannendes - das muss auf die überspringen, die in Zukunft tüfteln und Unternehmen gründen sollen. Es ist ermutigend zu hören, dass das Interesse an einem Studium der Ingenieurwissenschaften erneut gestiegen ist. Und es ist gut, dass der DIHK das Interesse an den MINT-Fächern mit eigenen Projekten stärkt. Zu Recht engagieren Sie sich dafür, die Stärken des dualen Ausbildungssystems auszubauen und mehr duale Studiengänge einzurichten.

Vor allem für weltweit agierende Unternehmen werden die Fähigkeiten und Kompetenzen von Mitarbeitern mit Kenntnissen fremder Sprachen und Kulturen immer wichtiger. Wir müssen ja immer wieder feststellen, wie wenig wir im Grunde über andere Länder wissen. Ich bleibe davon überzeugt: Gesellschaften, die offen sind für Fremde und Fremdes, für Neues und für Veränderungen, diese Gesellschaften werden erfolgreich sein. Inzwischen bin ich davon überzeugt: Vielfalt steigert die Kreativität und die Innovationsfähigkeit.

Und kreativ sind nicht nur die Jüngeren. Gerade in Deutschland haben wir viele mittelständische Weltmarktführer mit älteren Führungskräften. Es gibt die Erkenntnis: "Die Jungen laufen schneller - aber die Alten kennen die Abkürzungen!" Oder auch: "Neue Besen kehren gut, aber die Alten wissen, wo der Schmutz liegt." Daher sollten die Unternehmen im eigenen Interesse stärker in die Potenziale von älteren Beschäftigten und Arbeitssuchenden investieren. Wer Älteren Chancen und Perspektiven gibt, bekommt motivierte und vor allem erfahrene Mitarbeiter.

Und ja, wir brauchen kluge Köpfe aus der Welt. Unser Erfolg wird davon abhängen, wie offen, wie anziehend unser Land für diejenigen ist, die mit ihrer Qualifikation auch gut woanders hingehen können. Unseren klugen Köpfen müssen wir stärker denn je Perspektiven bieten: Seht her, dies ist ein wunderbares, ein weltoffenes Land, hier lohnt es sich zu bleiben. Hier lohnt es, seine Talente einzubringen! Wir sind stolz auf unser Land! Mir sagte neulich ein Ausländer: Außer den Deutschen wissen eigentlich alle, was für ein tolles Land Deutschland ist!

Außerdem sollten wir diejenigen fordern und fördern, die bereits in unser Land eingewandert sind, deren ausländische Abschlüsse aber bisher nicht anerkannt werden. Ich zähle gerade auch hier auf die Hilfe der IHKs!

Das größte Potenzial liegt in den Millionen Frauen, die bisher nicht erwerbstätig sind - es aber gerne wären. Zu den Gründungszeiten des Deutschen Handelstages stand die Rollenverteilung zwischen Frauen und Männern noch nicht zur Debatte. Die Begründer des Deutschen Handelstages wurden vor 150 Jahren mit "Hochgeehrteste Herren!" begrüßt. Damen waren offenbar nicht anwesend. Heute machen mehr junge Frauen Abitur und schließen ein Studium ab als junge Männer. Noch nie gab es so viele gut ausgebildete Frauen.

Die Frage der gleichen Chancen für Frauen und Männer im Beruf ist heute nicht mehr allein eine Frage der Gerechtigkeit - was sie ohne Zweifel ist. Sie ist auch und vor allem eine Frage unternehmerischer Klugheit.

Hier müssen die Unternehmen kreativer werden, zum Beispiel das Internet, Telearbeit, Videokonferenzen nutzen, um Flexibilität und Familienfreundlichkeit zu erreichen, statt auf die bisher übliche Präsenzkultur in den Büros zu setzen. Lösungen für Führung in Teilzeit entwerfen. Karrieren so gestalten, dass die Familien- oder Pflegephase nicht zum "Aus" wird. Und vor allem müssen Sie solche kreativen Instrumente Männern und Frauen gleichermaßen anbieten! Denn Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist eine Sache gerade auch der Männer.

Ich bin sicher, wenn wir mit ähnlichem Mut zum Wandel wie in den vergangenen 150 Jahren handeln, schaffen wir es, eine wirtschaftsstarke und innovative Gesellschaft zu bleiben. Eine Gesellschaft, in der die Fähigkeit jedes Einzelnen zählt, in der wir die Chancen erkennen, die in jedem stecken. Und einer Gesellschaft, die nachhaltig mit Ressourcen umgeht und solide wirtschaftet.

Allerdings sollte nicht alles dem Wandel unterliegen. Denn eines hat die weltweite Finanz- und Wirtschaftskrise klar gemacht: Grundsätze ehrbarer Kaufleute sind heute so aktuell, wie sie es schon vor 150 Jahren waren. Es wäre gut, wir würden uns darauf zurückbesinnen: Auf die Werte des redlichen und weitblickenden Unternehmers, der entschlossen handelt, der Risiken nicht scheut und der für die Konsequenzen seines Handelns einsteht. Risiko und Haftung gehören zusammen. Der verantwortlich und verlässlich handelt und sich nicht auf Kosten anderer Vorteile verschafft. Denn nur Werte schaffen wahre Werte - und vor allem das wichtigste Kapital in unserer Gesellschaft: Vertrauen. Und diese Werte müssen das Fundament unserer weiteren Entwicklung bilden und die Richtschnur der umfassenden Neubewertung, von der ich zuvor sprach.

Einer Ihrer Präsidenten, Otto Wolf von Amerongen, hatte es zu einem früheren Jubiläum auf den Punkt gebracht: "Tradition allein ist noch keine Legitimation für Existenz."

Im Zuge unserer Industriegeschichte ist der DIHK zu einer tragenden Institution geworden. Der Staat hat den Industrie- und Handelskammern wichtige hoheitliche Aufgaben übertragen. Sie müssen immer wieder aufs Neue unter Beweis stellen, dass sie in der Lage sind, diese Aufgaben wahrzunehmen. Ich sehe sie sehr gut aufgestellt: Allein in der Berufs- und Weiterbildung engagieren sich jährlich fast 200.000 ehrenamtliche Prüfer aus den Unternehmen. So beraten die Kammern bei Firmengründungen, bei Standort-, Steuer- und Rechtsfragen und im Auslandsgeschäft. Überall, wo ich hingekommen bin in der Welt, habe ich große Wertschätzung für die Auslandshandelskammern erlebt.

Die Selbstverwaltung stellt in unserer Wirtschaftsordnung ein hohes Gut dar- und bedeutet zugleich für den DIHK eine besondere Verpflichtung. Der DIHK hat mit seinen 80 Industrie- und Handelskammern und mittlerweile 80 Auslandshandelskammern ein höchst wertvolles Netzwerk in allen Wirtschaftszweigen und damit für politische und wirtschaftliche Entwicklungen Antennen in allen Regionen Deutschlands und in der Welt. Ich bin daher überzeugt: Sie können auch in Zukunft viel dazu beitragen, unsere Institutionen und Strukturen an den rasanten Wandel in Deutschland und in der Welt anzupassen. Als Stimme des unternehmerischen und kaufmännischen Sachverstands, als Partner der Wirtschaft, als Berater und kritischer Begleiter der Politik - kurzum als engagierter Teil unserer Gesellschaft.

Manchmal genügt ein Blick ins Auditorium, um schnell zu erkennen, wie ein Geburtstagskind geschätzt wird: Sie können stolz sein und das Glas auf die Zukunft erheben. Ihnen allen weiter viel Glück, Erfolg und Gottes Segen.