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Eröffnung des Kongresses "Mädchenrechte stärken – weltweit"

 Bundespräsident Christian Wulff bei seiner Ansprache Berlin, 29. Oktober 2011 Eröffnung des internationalen Kongresses "Mädchenrechte stärken - weltweit" - Bundespräsident Christian Wulff bei seiner Ansprache © Sandra Steins

"Das Recht des Stärkeren ist das stärkste Unrecht." - Dieser Satz könnte von Terre des Femmes sein, aber er ist deutlich älter als diese Organisation. Er stammt von Marie von Ebner-Eschenbach. Sie gehörte um 1900 zu den modernsten Frauen ihrer Zeit. Sie würde sicher applaudieren zum heutigen Jubiläum, weil Frauen für Frauen – für das vermeintlich schwache Geschlecht – so stark waren und viel erreicht haben.

Dieser Kongress ist Rückblick und Ausblick. Letzteren finde ich besonders wichtig. Auch bei einem Jubiläum sollte man sich nicht auf die Bilanz beschränken. Schon Albert Einstein – um zum Ausgleich noch einen Mann zu zitieren – hat sehr treffend gesagt: „Mehr als die Vergangenheit interessiert mich die Zukunft, denn in ihr gedenke ich zu leben.“ Zunächst schauen wir also auf 30 Jahre Terre des Femmes, auf das, was sich in Deutschland und weltweit für Frauen getan hat. Dann wenden wir uns mit dem Thema „Mädchenrechte“ der Zukunft zu – Frauen von morgen. Dieser Einladung bin ich gern gefolgt.

Mein Rückblick ist vor allem mit einem herzlichen Glückwunsch verbunden. Terre des Femmes steht für drei Jahrzehnte Mut und Ermutigung. Für Kampagnen und Klartext. Für den Kampf um Recht und Gerechtigkeit.

2.700 Frauen haben sich Terre des Femmes angeschlossen. Sie haben ein weltweites Netzwerk aufgebaut. Wer sich an die Anfänge 1981 erinnert, weiß diese Breitenwirkung besonders zu schätzen. Denn begonnen hat alles in einem kleinen Kreis von 13 engagierten Frauen. Ihre ersten Treffen fielen in eine Zeit, die noch vom Kalten Krieg, von der internationalen Friedensbewegung, aber auch von Aufbruch geprägt war. In Polen erkämpfte die Solidarność die Freiheit. Das UN-Flüchtlingskommissariat erhielt den Friedensnobelpreis. Und das „Übereinkommen zur Beseitigung jeder Form von Diskriminierung der Frau“ trat in Kraft.

Allerdings: Zwischen Frauenrechten auf dem Papier und ihrer Durchsetzung im Alltag liegt ein langer Weg. Seit 1981 wurde ein gutes Stück bewältigt. Das ist auch der Arbeit von Terre des Femmes zu verdanken! Ihre Organisation wird nicht müde, Frauenrechte zu einem Thema für alle zu machen – unabhängig davon, welches Geschlecht, welchen Glauben, welche Herkunft oder welche kulturelle Prägung wir haben. Terre des Femmes hat es immer wieder geschafft, breite gesellschaftliche Debatten anzustoßen, etwa mit emotional aufrüttelnden Plakaten zur Genitalverstümmelung in Afrika oder mit Forderungen an deutsche Parlamentarier. Dass 2002 ein Gewaltschutzgesetz verabschiedet wurde und Zwangsheirat in Deutschland inzwischen als eigener Straftatbestand gilt, ist auch Ihr Verdienst, sehr verehrte Mitstreiterinnen von Terre des Femmes!

Sie haben das öffentliche Bewusstsein verändert – und dann Stück für Stück auch die Realität. Sie haben viele Etappenziele erreicht – und vor allem viele Menschen. Das internationale Publikum dieser Veranstaltung, die zahlreichen Partnerorganisationen und Spenden für Terre des Femmes sind der beste Beweis.

Danke, dass Sie auch nach 30 Jahren so viel Kraft in Ihre politische Arbeit und in Ihre Hilfsangebote investieren! Von solchem Engagement lebt unsere Demokratie. Sie lebt davon, dass es Menschen gibt, die Werte wie Freiheit und Selbstbestimmung konsequent einfordern, vor allem im Namen derjenigen, die solche Unterstützung dringend brauchen. Wenn jeder nur an sich selbst denkt, ist nämlich längst nicht an alle gedacht. Ich komme gerade aus Japan – kurz davor war ich in Afghanistan – und bei solchen Reisen wird sehr deutlich, wie wichtig Zusammenhalt und Solidarität sind: von Mensch zu Mensch, von Land zu Land. Ihre Organisation verkörpert diesen Solidaritätsgedanken. Stellvertretend für die vielen Frauen, denen Sie seit 1981 geholfen haben, sage ich: Herzlichen Dank, Terre des Femmes!

Gerade jetzt – 2011 – erhalten drei Frauenrechtlerinnen den Friedensnobelpreis: Liberias Präsidentin Ellen Johnson-Sirleaf, die Journalistin Tawakkul Karman aus dem Jemen und die liberianische Frauenrechtlerin Leymah Gbowee. Viele von Ihnen hier im Saal haben lange auf einen solchen Tag gewartet, und wir sollten jede Gelegenheit nutzen, darüber zu sprechen. Denn mit diesem Preis wird über die individuellen Leistungen der Preisträgerinnen hinaus endlich die wichtige, aber bislang oft unterschätzte Rolle von Frauen in Friedens- und Entwicklungsprozessen gewürdigt.

Solche Signale machen Hoffnung. Allerdings weiß jede und jeder von Ihnen: Bis zum Erreichen der tatsächlichen Gleichberechtigung der Geschlechter brauchen wir einen langen Atem. Und nicht überall wird es gleich schnell vorangehen. Manchmal ist große Kraft erforderlich, um nicht wieder hinter bereits Erreichtes zurückzufallen. Es waren beispielsweise Tausende Frauen, die in Nordafrika mutig auf die Straßen gingen und den arabischen Frühling möglich gemacht haben. Wenn nun neue Strukturen aufgebaut und neue Formen der Teilhabe geschaffen werden, ist es leider nicht selbstverständlich, dass die Frauen davon profitieren werden. Auch das muss man im Jahr 2011 aussprechen. Wir brauchen eine sehr differenzierte Bestandsaufnahme.

Wer sich in Deutschland oder der Europäischen Union umsieht, findet schon viele Belege für gelungene Emanzipation – im Berufsleben, in den Familienmodellen und im Selbstverständnis der Geschlechter. Allerdings gibt es keinen Anlass zum Zurücklehnen – im Gegenteil: Wir müssen weiterhin viel voneinander lernen. Frauen und Männer. Und ganze Länder. Ich plane 2012 eine Reise nach Skandinavien, also in die europäischen Regionen, die bislang die besten Noten in Gleichstellungsfragen erhalten haben. Ich könnte mir vorstellen, dass mich dabei eine Vertreterin von Terre des Femmes begleitet und wir den Erfahrungsaustausch auf ein breites Fundament stellen. Nach Vergleichen gelingt es oft besser, die eigenen Entwicklungen zu würdigen oder neue Ziele abzustecken. Deutschland ist in Frauenfragen in Bewegung und sollte es bleiben.

Als meine Tochter 1993 geboren wurde, gratulierte mir ein älterer Kollege aus der Stadtratsfraktion. Er fragte: „Was ist es denn geworden – Junge oder Mädchen?“ Ich antwortete: „Ein Mädchen.“ Worauf er sagte: „Vielleicht klappt es ja beim nächsten Mal.“ Und nach meinem verständnislosen Blick ergänzte er: „Vielleicht klappt es dann mit dem Stammhalter.“ 

An diesen Dialog musste ich später denken, als mir eine Inderin im größten Slum Asiens – in Mumbai – von ihrem Schicksal erzählte: Ihr Mann sei mit fünf Mädchen unzufrieden und fordere weitere Kinder, bis endlich ein Junge dabei sei. Die siebenköpfige Familie lebte auf etwa zehn Quadratmetern. Das hat mich damals sehr berührt. Ich habe der Frau gesagt, sie möge ihrem Mann ausrichten, dass ich ihm zu jedem dieser fünf Mädchen sehr herzlich gratuliere, weil jedes Kind ein großes Glück sei.

In solchen Momenten fühlt man sich sehr weit entfernt von der Realität in Deutschland. Bei uns fragt man heute immer häufiger die jungen Väter im Parlament, ob sie schon eine Bürovertretung für ihre Elternzeit organisiert haben. Das ist eine der erfreulichen Neuerungen der vergangenen Jahrzehnte.

Die Mädchen und Frauen haben vor allem im deutschen Bildungssystem seit den 80er-Jahren stark aufgeholt – oft sogar überholt: Sie brechen seltener die Schule ab. Sie schreiben die besseren Abiturnoten, die besseren Examina an den Universitäten und erwerben mehr Zusatzqualifikationen, zum Beispiel im Bereich der Fremdsprachen. Außerdem sind sie aufmerksamer im Umgang mit ihrer Gesundheit und haben auch deshalb eine höhere Lebenserwartung.

Inzwischen brauchen vielfach die Jungen eine verstärkte Förderung! Wissenschaft und Politik beschäftigen sich zu Recht immer häufiger mit diesem Thema. Schließlich kann es auch wieder zum Problem der Frauen werden. Im Bundesministerium für Familie wurde 2009 ein Referat für die Gleichstellung von Jungen und Männern eingerichtet.

Neben allen Fortschritten und Neuerungen bei der Emanzipation muss man allerdings traurig feststellen: Diskriminierung und Gewalt gegen Frauen sind längst nicht überwunden.

Wir diskutieren – notwendig – über die Quotenregelung, insbesondere für Führungspositionen, und zugleich werden Frauen – mitten in unserem Land – Opfer von häuslicher Gewalt, von Zwangsheirat oder von Racheakten im Namen der vermeintlichen Ehre. Für solche Taten darf es gerade in einer offenen und toleranten Gesellschaft keine Toleranz geben! Denn wahre Toleranz verlangt das Einhalten von Regeln und Respekt – von allen! Verachtenswerte Phänomene dürfen aber auch nicht zu Verallgemeinerungen verleiten oder gar dazu, ganze Bevölkerungsgruppen unter Generalverdacht zu stellen. Zwischen Aufklärung und Anklage führt manchmal nur ein sehr schmaler Grat zum Ziel. Das zeigen uns beispielsweise die hochemotionalen Kopftuchdebatten alle Jahre wieder. Ich wünsche Terre des Femmes und allen hier vertretenen Organisationen, dass wir den schmalen Grat immer finden. Wir brauchen das richtige Augenmaß – im eigenen Land genauso wie in der internationalen Zusammenarbeit.

„Menschenrechte für die Frau!“ – Diese Forderung hat Terre des Femmes einst berühmt gemacht. Heute füge ich hinzu: Menschenrechte müssen weltweit auch für Mädchen gelten, für die Frauen von morgen. An entsprechenden Rechtsgrundlagen und politischen Absichtserklärungen fehlt es nicht. Was jedoch oft fehlt, ist ihre Durchsetzung im Alltag. Physische und psychische Gewalt gegen Mädchen und Frauen existiert nach wie vor in vielen Ländern. Dort dominiert noch immer eine Ideologie der Verachtung oder Minderwertigkeit von Frauen.

Unzählige Mädchen erleben nicht mal ihren ersten Geburtstag, weil sie schon im Mutterleib abgetrieben oder grausam als Säuglinge getötet werden – allein deshalb, weil sie Mädchen sind. Über dieses Unrecht hört man viel zu wenig. Das hat Gründe: Man kann die Opfer nicht vor eine Kamera stellen und selbst erzählen lassen. Umso dringender muss es gelingen, ihnen eine Stimme zu geben.

Was die internationale Gemeinschaft nicht tun darf, ist schweigen. Schweigen zementiert das bestehende Unrecht. Wenn die Rechte von Mädchen und Frauen vor den Augen der Weltöffentlichkeit missachtet werden, wirkt Schweigen wie Zustimmung. Massenvergewaltigungen in Kriegsgebieten und Kinderprostitution in sogenannten Urlaubsparadiesen sind besonders erschütternde Beispiele dafür. Dieses Unrecht verdient laute Stimmen und Gehör – immer wieder!

Wer Mädchen- und Frauenrechte stärken will, muss unermüdlich sein, Druck machen und leider in großen Zeiträumen denken. Unsere Gastgeberinnen haben das mal so formuliert: „Ziel von Terre des Femmes ist es, sich überflüssig zu machen, weil Freiheit und Gleichheit für alle Frauen erreicht sind.“ Einen 60. oder gar 100. Jahrestag der Organisation müsste es dann nicht geben. Jede und jeder hier im Saal wünscht sich wohl, dass für die nächste Generation ein Leben ohne grausame Rituale wie die Genitalverstümmelung möglich ist. Dass Kinderarbeit kein millionenfaches Schicksal mehr ist und dass es uns gelingt, mit einer klugen, einfühlsamen Entwicklungspolitik Alternativen aufzuzeigen: kulturell, politisch und wirtschaftlich.

Empathie ist für mich dabei eines der wichtigsten Stichworte. Das bedeutet, bestehendes Unrecht zu erkennen und sich in die Situation der Mädchen hineinzuversetzen. Es bedeutet aber auch, den Beispielen gelungener Mädchenförderung öffentliche Aufmerksamkeit zu verschaffen. Denn Menschen lernen nicht nur aus Fehlern, sondern auch von Vorbildern und aus erfolgreichen Projekten.

Mädchenrechte brauchen solche positiven Beispiele! Wenn sich eine 14-jährige Afghanin im Nähmaschinenkurs Unabhängigkeit erarbeiten kann, dann hat Terre des Femmes ihr ein Stück Zukunft geschenkt.

Letzte Woche habe ich mit afghanischen Frauen in Kabul gesprochen und genau das gehört: Sie wünschen sich Zukunft durch Hilfe zur Selbsthilfe, keine Almosen. Sie wünschen sich Respekt, kein Mitleid. 2,7 Millionen afghanische Mädchen gehen heute zur Schule. Es dürfen nicht weniger werden, es müssen noch deutlich mehr werden. Dafür brauchen wir weiterhin Entwicklungszusammenarbeit. Sie sollte sich nicht auf Opferrollen konzentrieren, sondern die Mädchen und Frauen in ihrem Umfeld respektvoll begleiten. Wenn es dabei gelingt, Vorbilder zu finden und zu fördern, ist viel gewonnen.

Gerechtigkeit muss im Miteinander der jeweiligen Gesellschaft wachsen. Dieser Prozess ist untrennbar von den Traditionen und Wertmaßstäben in einer Region. Deshalb ist es so schwer, einer Beschneiderin in Burkina Faso zu erklären, dass es ihren Beruf gar nicht geben sollte.

Terre des Femmes hat gemeinsam mit Partnerorganisationen Mittel und Wege gefunden, ganze Dorfgemeinschaften zum Umdenken zu bringen: Durch Gespräche, Filme und Diskussionsrunden. Durch die Unterstützung der Beschneiderinnen beim Aufbau einer neuen beruflichen Existenz. Und vor allem durch medizinische Aufklärung. Das Wissen um die großen gesundheitlichen Risiken der Beschneidung bewegt viele Eltern zur Abkehr. In einem Punkt sind sich die Mütter und Väter auf der ganzen Welt nämlich sehr ähnlich: Sie wünschen sich nur das Beste für ihr Kind. Sie wollen Leid und Schaden von ihm abwenden. Dort wo es gelingt, nicht den Mythos der Beschneidung, sondern ihre medizinischen Folgen in den Mittelpunkt zu rücken, sind die größten Fortschritte bei der Eindämmung des Rituals zu beobachten. Wer die Mädchenrechte stärken will, muss solche Projekte ausbauen! Noch immer gibt es täglich etwa 8.000 Beschneidungen auf der Welt – jede ist eine zu viel.

Deshalb dürfen wir nicht müde werden. Wir müssen den gesellschaftlichen Wandel weiterhin unterstützen!

Zu den größten Triebkräften für Wandel gehören Bildung und Einkommen. Das gilt für die Biografie jedes einzelnen Mädchens und für die Situation der Mädchen und Frauen insgesamt auf der Welt.

Derzeit sind zwei Drittel aller Analphabeten weiblich. Die globale Armutsstatistik weist sogar einen Frauenanteil von rund 70 Prozent aus. Der Zusammenhang zwischen beiden Werten ist offensichtlich. Wer diese Quoten senken will, muss neben der Frauenförderung eine gezielte Mädchenförderung von klein auf betreiben. Neben den Rechten auf dem Papier muss es entsprechende Rahmenbedingungen in der Realität geben, vor allem den tatsächlichen Zugang zu Schulen und Ausbildungsstätten. Es darf nicht sein, dass Mädchen schon als Fünfjährige zum Lebensunterhalt der Familie beitragen müssen.

Mädchen und Frauen arbeiten oft sehr früh und ein Leben lang unbezahlt. Sie bestellen die Äcker, aber das Land und die Einnahmen vom Verkauf der Ernte gehören den Männern. Die Mädchen und Frauen kümmern sich um den Haushalt, aber die Familienkasse gehört den Männern. Kurz gesagt: Die Ressourcen sind bei den Männern monopolisiert, ein großer Teil der Arbeit liegt jedoch bei den Frauen. Diesem Widerspruch muss sich die Entwicklungspolitik stellen – noch entschlossener, als sie es bisher getan hat! Die ersten Erfolge sind motivierend. Als vor einigen Jahren die Mikrokredite eingeführt wurden und Frauen Verantwortung übernehmen konnten, erlebten viele Regionen einen deutlichen Wachstumsschub. Solche Hebel müssen wir erkennen und den Mädchen und Frauen in die Hand geben!

Mehr Bildungs- und Ressourcengerechtigkeit bei den Geschlechtern bedeutet Zugewinne für die ganze Gesellschaft: Ein nur einprozentiger Anstieg des Anteils der Frauen mit abgeschlossener Sekundärausbildung kann das jährliche Wirtschaftswachstum um 0,3 Prozent steigern! Und schon der Besuch der Grundschule trägt dazu bei, das Infektionsrisiko für HIV bei Mädchen um ein Drittel zu senken. Weil die Mädchen die Zusammenhänge besser verstehen. Und weil man ihnen in der Schule Mut macht, Nein zu sagen.

Solche Zahlen sollte die Öffentlichkeit kennen. Sie zeigen: Jedes Schulbuch und jede Aufklärungskampagne, die wir mit Spenden finanzieren, ist eine Investition in die Zukunft unserer Nachbarländer.

Ich sage bewusst „Nachbarländer“, auch wenn viele Partnerprojekte von Terre des Femmes auf anderen Kontinenten durchgeführt werden. Wir unterscheiden nämlich heute nicht mehr in eine erste, zweite oder dritte Welt. Die internationale Gemeinschaft hat gelernt, dass dies unsere gemeinsame Welt ist, die wir nur gemeinsam – als Nachbarn – zum Besseren verändern können.

Ich wünsche Ihnen, liebe Frau Schewe-Gerigk – und uns allen –, dass Terre des Femmes eines Tages tatsächlich im besten Sinne des Wortes überflüssig wird. Weil wir eine Welt für alle geschaffen haben – eine Welt, in der es fair zugeht. Ich wünsche Ihnen weiterhin Erfolg. Er kommt der ganzen Welt zugute.