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Grüße von Bundespräsident Horst Köhler zur Verabschiedung von Papst Benedikt XVI. auf dem Konrad-Adenauer-Flughafen Köln/Bonn

Bundespräsident Köhler und der Papst gehen nebeneinander her. Köln/Bonn, 21. August 2005 Foto: BPA © Foto: BPA

Heiliger Vater,

schöne und segensreiche Tage liegen hinter Ihnen und uns allen.

Der XX. Weltjugendtag in Köln war ein überwältigendes Ereignis. Er hat alle bewegt, die dabei sein konnten, und er hat die vielen Menschen in aller Welt begeistert, die über die Medien daran Anteil genommen haben.

Was mich besonders bewegt hat: Wir haben hunderttausende junger Menschen erlebt, die diskutiert, gesungen und gebetet haben. Ohne die Augen vor den Problemen unserer Welt zu verschließen, haben sie mit ihrem Optimismus, mit ihrem Enthusiasmus und mit ihrem Glauben ein großes Zeichen der Zuversicht gegeben - so ist es jedenfalls mir gegangen.

Es ist nicht so sehr die große Zahl der Teilnehmer, die uns in Erstaunen versetzt hat. Es ist vielmehr die Freude, die uns angesteckt hat. Es ist der Geist der Verständigung und des Friedens - der Geist, der über alles Materielle hinaus nach Zielen sucht, der diese Tage geprägt und der die Teilnehmer beseelt hat. Das ist es, was wir vom Weltjugendtag mitnehmen können. Für dieses große und beeindruckende Zeichen der Hoffnung bin ich den jungen Menschen dankbar.

Ganz besonders danke ich auch den vielen tausend freiwilligen Helfern und den Gastgebern in den Bistümern, den Gemeinden und Familien.

Sie, Heiliger Vater, haben zu diesem Weltjugendtag Ihre erste Auslandsreise unternommen. Ihre Heimat und die vielen Gäste aus aller Welt haben Sie mit Begeisterung und mit echter Herzlichkeit empfangen. Sie wiederum haben wichtige Impulse gegeben und Zeichen gesetzt für die Begegnung zwischen den verschiedenen Konfessionen und zwischen den Religionen. Und wir alle sind Ihnen dankbar dafür.

Sie haben den jungen Menschen und uns allen mit Ihrer klaren Sprache, mit Ihrer Festigkeit und Ihrer Herzenswärme einen Weg gewiesen. Wir wissen, jeder Einzelne muss seinen Weg letztlich für sich selber gehen. Aber Sie haben ein Zeugnis des Glaubens gegeben, das uns alle berührt hat.

Ich danke Ihnen für Ihren Besuch in Deutschland, für Ihre Herzlichkeit und Ihre Zugewandtheit.

Wir alle wünschen Ihnen eine gute Rückkehr nach Rom, Gottes Segen für Ihren Dienst an der Kirche und an den Menschen.

Wir sagen Ihnen: Auf Wiedersehen -

und so Gott will: auf Wiedersehen in Deutschland.