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Grußwort von Bundespräsident Horst Köhler beim Empfang für WM-Helfer am 14. Juli 2006 in Schloss Bellevue

Bundespräsident Horst Köhler unterhält sich mit Helfern in Rot-Kreuz-Uniformen Berlin, 14. Juli 2006 Foto: Guido Bergmann, Presse- und Informationsamt der Bundesregierung BPA © Foto: Guido Bergmann, Presse- und Informationsamt der Bundesregierung BPA

Es fällt schwer, sich daran zu gewöhnen, jedenfalls mir, aber: Die Fußballweltmeisterschaft 2006 ist tatsächlich vorbei. Unsere Nationalmannschaft hat sich einen hervorragenden dritten Platz erspielt und ist für uns Deutsche außerdem wohl der wirklich gefühlte Weltmeister 2006. Und "Sportfreunde Stiller" haben ihr Lied ja schon mal auf 2010 umgestellt.

Die Weltmeisterschaft ist vorbei, aber sie wird unvergessen bleiben - hier in Deutschland und weltweit. Denn wir haben spannende Spiele erlebt und eine so fröhliche, ausgelassene Stimmung, wie sie bei Fußball-Weltmeisterschaften noch niemals da gewesen ist. Millionen Menschen in aller Welt haben in den letzten Wochen erfahren, wie weltoffen und gastfreundlich Deutschland ist.

Das ist ein großartiger Erfolg für unser ganzes Land. Und hinter diesem großen Erfolg steckt jede Menge Arbeit, Einsatzfreude und En-gagement. Zehntausende von Menschen haben dazu beigetragen: freiwillige Helferinnen und Helfer, Polizisten und Sanitäter, Soldaten der Bundeswehr und Angehörige des THW, und ungezählte mehr in vielen anderen Bereichen - vom Hotel- und Gaststättengewerbe bis zu den Mitarbeitern bei Bus und Bahn, von der Stadtreinigung bis zur Fanbetreuung. Dass sich das Motto der WM "Zu Gast bei Freunden" so schön erfüllte, war vor allem auch Ihrem Beitrag zu verdanken. Natürlich wissen wir, das Publikum, alle Zuschauer auf allen Fanmeilen und vor dem Fernsehen gehören natürlich auch dazu, aber die konnten wir natürlich nicht einladen. Und wir wissen natürlich auch, ohne das un-ermüdliche Engagement im WM-Stab und den Projekten des Gastgeberkonzeptes der Bundesregierung und vor allem im Organisationskomitee des Deutschen Fußballbundes vor allem wäre eine Großveranstaltung wie die WM nicht möglich gewesen.

Am liebsten hätte ich natürlich allen Beteiligten im Namen unseres Landes heute meinen herzlichen Dank ausgesprochen. Das geht leider nicht. Also habe ich wenigstens so viele Gäste eingeladen, wie die Feuer- und Baupolizei für Schloss Bellevue überhaupt zulässt. Das sind Sie. Ich danke Ihnen allen von Herzen für das, was Sie geleistet haben, und ich bitte Sie: sagen Sie auch daheim allen meinen herzlichen Dank, die mit Ihnen beigetragen haben zu dem Gemeinschaftswerk und dem Gemeinschaftserfolg Fußballweltmeisterschaft 2006.

Sie haben bewiesen: Wenn alle ein gemeinsames Ziel vor Augen haben und sich nach Kräften dafür einsetzen, dann gelingt auch scheinbar Unmögliches. Teamgeist ist das Geheimnis nicht nur des Erfolges unserer Nationalmannschaft, sondern auch der Organisation dieser Fußballweltmeisterschaft. Wenn wir diesen Teamgeist auch bei anderen Herausforderungen in Deutschland an den Tag legen, dann ist mir um die Zukunft unseres Landes nicht bang und spätestens nach dieser Fußballweltmeisterschaft ist mir ohnehin nicht bang.

Meine Damen und Herren, noch einmal herzlich willkommen, vor allen Dingen herzlichen Dank, wie sie beigetragen haben zu dieser Fußball-WM. Es ist nur ein kleiner Beitrag, dass ich Sie stellvertretend für alle, für viele hier einladen konnte. Aber ich habe es gern gemacht. Es ist mir eine wirkliche Freue und deshalb noch einmal willkommen. Ich freue mich auf die Gespräche mit Ihnen. Dankeschön.