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Grußwort von Bundespräsident Horst Köhler beim Empfang für den Deutschen Trachtenverband im Schloss Bellevue

Tanzpaare in bunten Trachten im Großen Saal des Schlosses; Bundespräsident Horst Köhler und Eva Luise Köhler schauen zu. Berlin, 26. September 2006 Foto: Guido Bergmann, Presse- und Informationsamt der Bundesregierung © Foto: Guido Bergmann, Presse- und Informationsamt der Bundesregierung

Herzlich Willkommen in Schloss Bellevue! Meine Frau und ich freuen uns sehr, dass heute so viele Mitglieder des Deutschen Trachtenverbands und der Deutschen Trachtenjugend zu uns nach Berlin gekommen sind.

Im März hat Ihr Bundesvorsitzender, Herr Oberbürgermeister Kreuch, mir in einem Brief versprochen, dass ich heute einiges über Brauchtum, Volkskunst und Tracht erfahren werde. Ich bin gespannt.

Trachten stehen für mich vor allem für Tradition und Fröhlichkeit. Kaum ein Volksfest kommt ohne Trachten und Tänze aus. Schon dadurch sind Trachten ein besonders sichtbarer Ausdruck der kulturellen Vielfalt in Deutschland. Trachtenfeste sind eine touristische Attraktion und ziehen damit nicht nur Einheimische an, sondern oft auch Menschen, die nicht aus der Gegend stammen. Sie gewinnen einen farbenfrohen Eindruck davon, was die Region an Brauchtum und Volkskunst zu bieten hat.

Über eines dieser schönen Feste werde ich übrigens im nächsten Jahr Schirmherr sein: Im Mai 2007 findet in und um Bliesransbach an der Saar das Deutsche Kinder- und Jugendtrachtenfest statt. Und ich freue mich, dass wir uns dann vielleicht dort wieder sehen.

Das fröhliche Selbstbewusstsein, mit dem die Tänzer und Musiker bei Trachtenfesten auf ihre Gäste zugehen, gefällt mir gut. Ich bin gewiss, dass jemand, der auf so positive Weise zu seiner eigenen Region steht, auch offen auf Menschen aus anderen Regionen und Ländern zugehen kann. Dazu gehört immer auch, etwas über die Sitten, Bräuche und Werte aus anderen Regionen und Ländern lernen zu wollen.

Sie, meine Damen und Herren, haben einen Weg gefunden, ihre regionale Identität lebendig zu machen und der Freude Ausdruck zu geben, die das vermittelt. Sie leben vor, was wir alle brauchen, und nicht allein als Sonntagsstaat: ein positives Selbstbild, das mit Offenheit auch gegenüber Anderen einhergeht. Und Sie engagieren sich ehrenamtlich in Ihren Vereinen und Verbänden. Ich möchte Ihnen herzlich für Ihr Engagement danken. Sie leisten viel für unser Land.

Und jetzt bin ich gespannt, was Sie mir zeigen und erzählen wollen. Ich heiße Sie noch einmal ganz herzlich in Schloss Bellevue willkommen.