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Grußwort aus Anlass des Konzertabends mit Studierenden der Universität der Künste im Schloss Bellevue

Gruppenbild - Bundespräsident Horst Köhler und Eva Luise Köhler mit den Musikern Berlin, 22. Juni 2007 Foto: Thomas Köhler, Presse- und Informationsamt der Bundesregierung (BPA) © Foto: Thomas Köhler, Presse- und Informationsamt der Bundesregierung (BPA)

Herzlich willkommen in Schloss Bellevue! Ich freue mich darüber, dass Sie den Weg hierher gefunden haben. Mancher von Ihnen hat, um heute dabei zu sein, eine kleinere Reise auf sich genommen.

Ich möchte Sie nun auch mitnehmen auf eine Reise: auf eine Reise durch die Zeit. Ich möchte Sie mitnehmen in vergangene Jahrhunderte, in verschiedene Musik- und Literaturepochen. Ich möchte Sie mitnehmen in die Zeit der Wiener Klassik, in die Zeit der Romantik und schließlich in die Zeit der Moderne. Und unsere Reiseziele sind Werke von Wolfgang Amadeus Mozart, von Anton Dvorák, von Bohuslav Martinu und von Pierre Boulez. Aber nicht nur das! Wir werden nicht nur Musik zu hören bekommen. Wir werden auch teilhaben an manchen Gedanken, die damals gedacht, an manchen Diskussionen, die damals geführt worden sind.

Unsere - wenn Sie so wollen - "Reiseführer" sind Studierende der Universität der Künste Berlin. Sie weisen uns mit ihrem Spiel, mit ihren Interpretationen den Weg durch die letzen drei Jahrhunderte. Ihnen gilt mein herzlicher Dank für diesen Dialog der Künste, für die gesamte Gestaltung dieses Abends.

Ich möchte mich nicht mit fremden Federn schmücken. Die Idee zu diesem Abend hatte nicht ich. Sie geht zurück auf eine Initiative meiner Frau, die sich -im Rahmen unserer Möglichkeiten - die Förderung junger Künstler auf die Fahnen geschrieben hat. Wir haben Sie also nicht nur deshalb eingeladen, um uns allen einen wunderbaren Abend zu bescheren. Wir verbinden mit unserer Einladung auch einige Hoffnungen, wenn Sie so wollen: Hintergedanken. Dieser Abend soll Sie nicht nur entführen in andere Zeiten. Er ist zugleich auch eine - wenn ich das so sagen darf - Talentschau!

Sie, die Sie beruflich in ganz unterschiedlicher Weise mit den Künsten in unserem Land zu tun haben, wissen: Um sich als Künstler einen Namen zu machen, braucht man nicht nur die Freude an der Kunst, Talent und Fleiß. Man braucht auch Unterstützung! Und man braucht ein Forum, das Gelegenheit bietet, einer breiteren Öffentlichkeit bekannt zu werden. Die heutige Veranstaltung soll ein solches Forum sein.

Sie alle werden im Anschluss an Konzert und Lesungen Gelegenheit finden, miteinander ins Gespräch zu kommen. Vielleicht erschließt sich für den einen oder anderen Studierenden der Universität der Künste dabei eine neue Perspektive. Ich würde mich darüber freuen! Zunächst aber wünsche ich uns allen eine unbeschwerte Reise durch die Zeit und einen schönen Abend. Nochmals herzlich Willkommen in Bellevue.