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Verleihung des Weltwirtschaftlichen Preises 2012

Bundespräsident Joachim Gauck bei seiner Rede Kiel, 17. Juni 2012 Verleihung des Weltwirtschaftlichen Preises 2012 - Bundespräsident Joachim Gauck bei seiner Rede © Markus Scholz

Die Kieler Woche hat begonnen. Kiel ist besonders schön in diesen Tagen, egal wie das Wetter ist, die Schleswig-Holsteiner mit ihrem etablierten Leben zwischen zwei Meeren haben sich mit der Kieler Woche ein besonderes Geschenk gemacht. Die meisten Menschen, die an Schleswig-Holstein denken, verbinden die Idee und Existenz am Meer mit dem Gefühl von Weite und Freiheit.

 Aber für die Menschen, die hier leben, ist es eben nicht nur immer erfreulich, Weite und Freiheit zu genießen. Denn was die Alten erlebt haben, wenn die Stürme Land bedrohten, das bemerken die Jüngeren von uns oder die Zeitgenossen seit Jahrzehnten, dass es Stürme des Wirtschaftslebens gibt, die noch nachhaltiger uns bedrohen als die Sturmfluten, die wir an den Küsten kennen. Und diese Stürme haben mitunter konkrete Namen wie Werftenkrise, Fischereiproblematik, Wandel in der Landwirtschaft – all das ist die Problemwelt, die uns hier auch begegnet und nicht nur das Meer mit seiner Offenheit, mit seinem Symbolgehalt für Freiheit, für Weite und Aufbruch.

Und hier, mitten in dieser Landschaft, Schönheit und Problematik gemischt, steht nun das weltberühmte Kieler Institut für Weltwirtschaft. Und es steht hier einfach richtig gut. Deshalb freue ich mich, dass wir in dieser wunderbaren Umgebung heute an kluge und wegweisende Zeitgenossen den Weltwirtschaftspreis verleihen, an Zeitgenossen, die uns etwas zu sagen, etwas zu geben haben.

Und dann kommt noch dazu, es ist heute nicht nur Sonntag, sondern es ist auch der 17. Juni. Das war lange ein Nationalfeiertag im Westen Deutschlands. Weil es im Osten Deutschlands etwas Besonderes gegeben hatte, 1953 an über 700 Orten des Landes standen unterdrückte Menschen auf, gegen die Willkür einer kommunistischen Diktatur. Sie sind in den Aufstand gezogen und sind friedlich geblieben, aber wurden unfriedlich niedergeschlagen. Wir denken heute einmal in dieser Stunde, bevor wir die Auszeichnungen vornehmen, an die Menschen, die damals noch nicht frei sein konnten, obwohl sie miteinander riefen: „Wir wollen freie Menschen sein.“ Ich habe das damals am Radio fiebernd mitverfolgt. Alle diese Menschen wurden niedergeschlagen, aber ihr Mut und ihre Sehnsucht, die wollen wir nicht vergessen. Und in einer nachfolgenden Generation ist beides wieder erwacht, Mut und Sehnsucht nach Freiheit. Am Ende gab es einen Versuch, der erfolgreich war. Die Mauern fielen und Freiheit schuf sich Raum. Das alles betrachten viele Menschen heute in Deutschland als selbstverständlich. Wir sollten dieser Versuchung nicht verfallen. Freiheit ist nie selbstverständlich, sondern immer auch Aufgabe.

Und wie hat sich diese Welt nun verändert in den letzten 20 Jahren! In vielen Ländern haben Menschen politische und wirtschaftliche Freiheiten errungen. In anderen sind sie dabei. Wir haben in den letzten Monaten voller Spannung in den Mittelmeerraum geschaut und voller Sorge schauen wir nach Syrien. Die Menschen dort haben Bevormundung und Einschüchterung zum Teil abgeschüttelt, zum Teil wollen sie sie abschütteln. Sie haben Grenzen geöffnet. Und im Osten Europas, wo das früher geschehen ist, konnten erstmals viele an Freiheit und Wohlstand teilhaben und am Fortschritt mitwirken. Kräfte wurden freigesetzt. Fleiß und Ideen konnten sich neu entfalten.

In vielen anderen Ländern ringen aber die Menschen noch um mehr politische und wirtschaftliche Freiheiten. Und das betrifft auch eine wirtschaftliche Ordnung, von der wir erwarten, dass sie Millionen Menschen weltweit nicht niedergeschlagen macht, sondern ihnen einen eigenständigen Weg aus Armut eröffnet, sie zu aktiven Menschen macht, mit Mut und aufrechtem Gang.

Für viele ist, was sie erhoffen, also Wirklichkeit geworden, frei denken, frei leben zu können und materiell für sich und andere zu sorgen. Aber eben nicht für alle. Und „alle“ in den Wohlstand mit nehmen zu können, das war das Versprechen der sozialen Marktwirtschaft, das noch heute Hoffnung macht. Bei dieser Gelegenheit lassen Sie mich sagen, dass der schlichte Gebrauch des Wortes Kapitalismus für so unterschiedliche Formen von Wirtschaft, wie wir sie in Europa und weltweit erleben, einfach leichtfertig ist. Also: Alle diese Chancen, die wir hier in Deutschland, die wir auch in Skandinavien gesehen haben, die müssen wir nun mit dem Stichwort Globalisierung verbinden.

Wenn wir das Gefühl haben, dass die Grundrichtung unserer Zeit dort stimmt, wo wir die Zunahme von Freiheit und Verantwortung erleben – dann wissen wir doch auch, dass es kluge Leute gibt, die sagen: Diese Globalisierung von Freiheit und Verantwortung steht in unseren Jahren am Scheideweg.

Mancher Mut – das haben wir erlebt – sinkt. Wirtschaftliche Probleme führen zu Rückzugstendenzen – auch in Ländern, die sie sich gerade erst ihre Freiheit erkämpft haben.

Und es gibt Menschen, die laut „Aber!“ rufen.

Weltweit wächst der Wohlstand – aber eben nicht für alle. Die Armut nimmt ab, aber die Unterschiede zwischen Armen und Reichen werden größer und gefährden mancherorts den sozialen Frieden. Noch nie gab es einen so blühenden und ausgedehnten Welthandel. Aber Ökonomen weisen auf Schieflagen hin. Unternehmer nutzen Chancen – aber nicht alle haben verstanden, dass ein dauerhafter Erfolg nicht allein auf Niedriglöhnen und laxen Vorschriften für Arbeits- und Umweltschutz gründet. Arbeitnehmer stellen sich einem erhöhten Wettbewerbs- und Leistungsdruck. Aber oft genug erleben sie, dass Tätigkeiten in andere Länder verlagert werden – zu schlechteren Arbeits- und Umweltbedingungen.

Wir alle sind für den Schutz unserer Lebenswelt verantwortlich. .Aber nach wie vor sind die Warnungen berechtigt, dass die Folge unseres Lebensstils das Klima verwandelt, dass lebensnotwendige Wälder abgeholzt werden und Landmassen erodieren.

Gerade auch junge Menschen auf dieser Welt empfinden diese Spannungen verstärkt. Sie sagen: „Globalisierung gefällt mir, aber da ist noch etwas, was mir wichtig ist!“

Und wenn ich, der Nichtökonom, dann die Ökonomen frage, was sie dazu beitragen können, dass wir optimistisch auf die Globalisierung und ihre Chancen sehen, dann höre ich oft: Nicht die Offenheit der Märkte sei das Problem, sondern ihre oft noch unzureichende Ordnung! Nicht der Markt sei schlecht, sondern ein ungeordneter Markt sei schlecht.

Wenn die Globalisierung heute am Scheideweg steht, dann deshalb, weil wir eine weltweit überzeugende Ordnung der Freiheit und des Friedens erst noch erringen müssen.

Wo immer das – und gerade auch mit Ihrer Hilfe hier am Kieler Institut – geschieht, wo immer Sie helfen, dieses Aber mit Argumenten abzubauen, Menschen zu überzeugen, ihnen Ängste zu nehmen, da tragen Sie als Ökonomen dazu bei, dass Menschen die Furcht vor der Freiheit verlieren und stattdessen Freude finden an Gestaltung und Mitwirkung.

In unseren Jahren ist der Wirtschaftstheorie eine besondere Verantwortung zugewachsen. Ökonomisches Denken prägt die Welt. Denn Finanz- und Schuldenkrisen sind überall präsent und damit eben weitreichende Verunsicherungen in großen Bevölkerungsgruppen.

Darum habe ich mit großer Aufmerksamkeit vernommen, was der Präsident des Weltwirtschaftsinstituts Dennis Snower sagt: Er weist uns darauf hin, dass das, was Banken an den Rand des Kollapses gebracht habe, eigentlich noch ganz legales Verhalten gewesens ei. Kurzfristige Gewinnmaximierung sei erlaubt, aber sie sei in einer freien Gesellschaft nicht zuträglich, sagt er. Und auch das sagt er: In der Wirtschaftstheorie stünden wir am Anfang einer Revolution: „Die etablierten Vertreter der Ökonomenzunft haben über Jahrzehnte ein Wissensgebäude aufgebaut, dessen Fundament heute stark bröckelt.“ Sie, die Ökonomen, gingen davon aus, wir haben es eben gehört in der Einleitung, dass der Mensch immer rational handele, was in der Krise auf den Finanzmärkten ganz offensichtlich nicht der Fall gewesen sei. Er empfehle daher jungen Menschen, Ökonomie zusammen mit Soziologie, Philosophie und Psychologie zu studieren. Soweit der „Kieler Weltwirtschaftspräsident“, wenn ich ihn einmal so bezeichnen darf.

Diese Öffnung für eine vertiefte Rationalität, nämlich der von mehr Achtsamkeit für das Ganze, ja auch mehr Menschlichkeit in der Ökonomie lässt weit über die Zunft hinaus aufhorchen. Und wenn dann noch Psychologen Wirtschaftspreise bekommen oder gelegentlich Ökonomen den Friedensnobelpreis, dann schafft das doch sehr lohnende Perspektiven für die vielen, die nicht Diplom-Ökonomen sind oder werden wollen.

Ich will auch das hier in Kiel sagen: Ich freue mich, dass die Ökonomie, als Wissenschaft sich in den letzten Jahren geöffnet hat und den Austausch mit anderen Disziplinen sucht und neue Lösungswege erörtert. Denn neues Denken ist gefragt. Der Mensch ist mehr, als dass es nur eine Disziplin erfassen könnte.

Auch Ökonomietheorie kann Mut machen und verhindern, dass Ängste lähmen. Wer sich von Angst regieren lässt, verliert nämlich ja er vergisst oft seine Kraft. Aber Menschen brauchen Kraft, im Persönlichen genauso wie in der Politik, in der Gesellschaft, in Wirtschaft, Technik – um uns weltweit weiter behaupten zu können und zugleich hier in unserem Land allen die Chance zu geben, mitzutun.

Dabei ist nicht Abschottung und Rückzug ins Nationale der richtige Weg. Kofi Annan, der ehemalige UN-Generalsekretär, hat zu Recht gemahnt: „Die größten Verlierer der sehr ungleichen Welt von heute sind nicht jene, die der Globalisierung zu sehr ausgesetzt sind, sondern jene, die außen vor bleiben.“

Auch das kenne ich nur zu gut: Dass auf Herausforderungen mit Flucht reagiert wird oder einfach mit Rückzug ins Private. Manche resignieren dann, andere radikalisieren sich, wieder andere inszenieren sich als krisenblinde Passagiere auf einem Schiff in schwerer See. Widerstehen wir solchen Fluchten!

Egoistischer Protektionismus zum Beispiel ist Angstpolitik, verdüstert die Aussichten der Menschen, er versperrt den Weg des Fortschritts. Das gilt für Menschen wie für Staaten und gewiss auch für die Wirtschaft.

Gute Globalisierung braucht Verantwortung und mutige Politik. Gerade unser Land zeigt uns doch: Offenheit tut gut. Sie fordert uns heraus, aber sie stärkt uns auch. Wir sind ein offenes, international verflochtenes Land, das gilt wissenschaftlich, technologisch, wirtschaftlich, politisch und – besonders schön – das gilt auch menschlich. Jugendliche reisen zum Beispiel wie nie zuvor.

Wir sind erfolgreich im Welthandel, bestehen im internationalen Wettbewerb und zugleich sind wir ein solidarischer Sozialstaat mit einer verlässlichen und weitsichtigen Partnerschaft zwischen Arbeitgebern und Gewerkschaften. Studien zeigen immer wieder diesen Zusammenhang: Soziale Verantwortung und wirtschaftlicher Erfolg sind kein Gegensatz, im Gegenteil. Eigentlich bedingen sie einander. Ich kann es auch so sagen: Globalisierung ist von Menschen gemacht, sie ist kein finsteres Schicksal, sondern sie eröffnet auch Chancen.

Nun haben wir aber in den letzen Jahren bekanntlich vor allem Krisen vor Augen – Krisen, die tiefgreifend und vielfältig sind und denen sich unsere Regierung darum sehr ernsthaft stellt.

In solchen Zeiten ist es besonders wichtig, sich klar zu machen: Wir können etwas, wir können für uns sorgen und für andere, wir können unser Denken ändern und unser Verhalten und die Regeln und Institutionen verbessern, die uns überkommen sind. Wir haben Potenziale, wir haben sie erprobt, wir müssen sie weiter nutzen. Zukunft ist oft genug die Geschichte gewesen, die Menschen mit Mut aus Krisen gemacht haben. „Wir sind das Volk!“ – was die Menschen in Ostdeutschland so nachhaltig verändert hat, zur Selbstbestimmung und Eigenverantwortung geführt hat.

Für mich stellt sich deshalb hier in unserem wirtschaftlichen Kontext nicht die Frage: „Mehr oder weniger Markt?“ - Der Markt ist einfach ein Ausdruck des menschlichen Miteinanders, er ist ja nie Selbstzweck. Auch in der Wirtschaft gibt es keine Freiheit ohne Verantwortung. Und wo es sie gibt, wird sie schädlich. Wer wirtschaftliche Freiheit in Anspruch nimmt, der muss auch verantwortlich handeln. So müssen Unternehmen, Banken die Auswirkungen ihres Handelns auf die Gesellschaft aus eigenem Antrieb einkalkulieren. Es gibt eine Verantwortung des Einzelnen, die er nicht auf Regeln oder auf ihr Fehlen abschieben kann. Zugleich bleibt die Verantwortung Aufgabe der Gesellschaft. Sie muss Regeln schaffen, die verhindern, dass wirtschaftliche Freiheit zerstörerische Folgen hat.

Noch erscheint es vielen so, dass gerade die politische Verantwortung für verbindliche globale Regeln, die auch durchgesetzt werden – für die Wirtschaft, für die Finanzmärkte, für die Umwelt- und den Klimaschutz –, eher zaghaft wahrgenommen wird. Insbesondere die Reformanstrengungen für einen dienlichen globalen Finanzsektor sind für die Nichtfachleute, also für fast alle, die mit uns leben, oft nur schwer zu verstehen. Und doch sind diese Arbeiten von elementarer Bedeutung – damit strauchelnde Banken nicht Staaten in den Abgrund reißen können.

Die globalen Herausforderungen unserer Zeit bedürfen deshalb globaler Antworten. Bislang hinkt die Politik noch dem globalen Marktgeschehen hinterher. Wenn globale Regeln der Freiheit fehlen – und das haben wir doch wohl in der großen Finanzkrise erlebt –, ist das nicht nur ein spannender, archaisch-lebendiger Vorgang. Sondern vielmehr gefährdet das nicht nur die Wirtschaft, sondern auch die Akzeptanz der Demokratie! Zwar treffen sich die Staats- und Regierungschefs auf internationalen Gipfeln – und das ist wichtig – und doch kommen die Reformen der internationalen Regelwerke, Organisationen und Gremien nur langsam voran.

Ich wiederhole es: Freiheit braucht ein Regelwerk, das beachtet wird, eine Ordnung, der wir uns mit allen anderen im gemeinsamen Interesse unterordnen: Dies habe ich vor Augen, wenn ich uns ermuntere – manchmal wohl auch zumute –, mehr Europa zu wagen – gerade in diesen für Europa so entscheidenden Wochen. Europa braucht unser Herz, es braucht unseren Verstand, aber auch eine Ordnung, die in die Zukunft trägt.

Dazu gehört, dass die Vereinbarungen, die wir Europäer gemeinsam getroffen haben, auch eingehalten werden. Das heißt wir Deutsche werden weiter solidarisch handeln können in einem Raum der Verlässlichkeit. Deutschland hat seine Solidarität, sein Ja zu Europa immer wieder unter Beweis gestellt. Aber über alle Rettungsoperationen hinaus werden wir nur dann eine erfolgreiche Gemeinschaft, wenn das Prinzip der Selbstverantwortung in Europa allgemein anerkannt ist. Wir haben viel in unserem Land wie auch in Europa erreicht. Das, was wir uns gemeinsam geschaffen haben in Europa, unsere gemeinsame europäische Ordnung, müssen wir bewahren.

Und es bleibt richtig: Eine bessere Welt ist möglich. So unvollendet die globalen Märkte sind und so lückenhaft das, was man vielleicht gerade erst den Anfang einer sich andeutenden globalen Ordnung nennen könnte, so wichtig ist jede einzelne Stimme, die mit Mut und guten Ideen Freiheit und Verantwortung weltweit fördert.

Das gilt für Wissenschaftler, das gilt für Praktiker, für Politiker und für jeden Einzelnen von uns. Und dass Einzelne sich angesichts so gigantischer globaler Probleme nicht entmutigen lassen müssen, daran erinnern uns heute in Kiel unsere Preisträger. Und das ist vielleicht das Schönste und Besondere heute hier: Wir ehren Menschen, die, jeder auf seine Weise, gleichsam an der aufgepeitschten See stehen, die hohen Wellen und die starken Kräfte sehen, und dennoch sagen: Da lässt sich was machen.

Professor Nathan Eagle, Ihre Ideen tragen entscheidend dazu bei, dass Menschen sich über moderne Telekommunikationstechnologien vernetzen. Sie ertüchtigen die Menschen, Grenzen zu überwinden und sich global einzubringen in einen lohnenden Austausch von Ideen und Engagement.

Professor Daniel Kahnemann, Ihre wissenschaftlichen Beiträge erhellen: Auf dieser Welt sind nicht nur Länder- und Kulturgrenzen zu überwinden, sondern Menschen müssen auch die Grenzen ihres rationalen Handelns beachten. Sie stellen grundlegende Annahmen menschlicher Rationalität produktiv und zukunftsweisend in Frage und lehren uns mit unseren Unvollkommenheiten verantwortlich zu leben.

Und schließlich, verehrter Präsident Martii Ahtisaari, Ihr Einsatz ermutigt uns in ganz besonderer Weise. Sie haben unermüdlich für die Befriedung von Konflikten auf drei Kontinenten agiert – Sie haben sich engagiert im Südwesten Afrikas, im Kosovo und in der indonesischen Provinz Aceh. Sie haben geholfen, Spannungen abzubauen und eine Lebensnormalität herzustellen, in der freie Entfaltung der Persönlichkeit überhaupt erst möglich wird.

Mein großer herzlicher Dank gilt Ihnen allen, verehrte Preisträger! Ich freue mich nun mit allen im Saal auf die Laudationes, damit wir mehr hören über die Erfolge und die Leistungen der Menschen, die wir heute ehren, und auf das, was sie uns, verehrte Preisträger, zu sagen haben.