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Eröffnung der Jahresversammlung der Leopoldina

Bundespräsident Joachim Gauck hält eine Ansprache zur Eröffnung der Jahresversammlung der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina Halle, 20. September 2013 Eröffnung der Jahresversammlung der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina - Ansprache des Bundespräsidenten © Guido Bergmann

"Werde, der du bist" – Manche von uns kennen diesen Appell, den die Philosophie der griechischen Antike bis heute an uns richtet.

Wie wir aber zu dem werden, der wir sind, ist längst nicht so klar. Wer sich mit dem Thema dieser Jahresversammlung beschäftigt, den komplexen Wechselwirkungen zwischen Geist und Genom, zwischen Gehirn und Gesellschaft, der wird das schnell feststellen. Wir wissen: Unsere Gene prägen uns und unseren Lebensweg. Aber sie haben wohl dabei nicht das letzte Wort. Viele Bedingungen unserer Umwelt entscheiden mit darüber, in welchem Fall und wie unsere Gene wirken. Es ist für mich faszinierend zu erfahren, wie der Mensch die Wirkungsweise des Gehirns immer besser zu verstehen lernt. Doch mit jedem Erkenntnisschritt stellen sich neue Fragen – für den Einzelnen, für die Wissenschaft, am Ende für die ganze Gesellschaft.

Gerade weil die neuen Fragen relevant sind für unsere Gesellschaft, sind sie Themen für die Leopoldina. Hier hat sie in ihrer jüngsten Rolle als Nationale Akademie der Wissenschaften eine Aufgabe von höchster Bedeutung gefunden. Fünf Jahre ist die Akademie in dieser Rolle nun alt, ein kleines Jubiläum und Anlass zum Feiern. Ich bin froh, dass ich in diesem Jahr bei Ihrer Jahresversammlung sein kann und dazu noch in diesem prachtvollen Gebäude. Ich finde es wunderbar, dass sich Halle mit diesem Kunstwerk schmücken kann und dass Sie hier als Leopoldina ein so wunderbares Zuhause gefunden haben. Herzlichen Glückwunsch dazu!

Als die "Academia Naturae Curiosorum" wurde die Leopoldina in Schweinfurt gegründet. Über 15 Wirkungsstätten hinweg führte ihr langer Weg hierher, nach Halle. Sie ist damit angekommen an einem Ort, der ihr beste Voraussetzungen bietet.

In den Jahrzehnten der Teilung – auch darauf möchte ich kurz verweisen –, ist sie eine gesamtdeutsche Institution geblieben. Und wir wollen es nicht vergessen: Welche Leistung das war! Die Leopoldina hat gezeigt, dass es einen geistigen Zusammenhalt gibt, der Grenzen zu überwinden vermag und der Menschen verbinden kann. Die Leopoldina ist Zeugnis dafür, dass wahre Freiheit im Denken sich in kein Korsett zwingen lässt – auch wenn das oft versucht wird. Mit dem Mauerbau wurden nicht nur die DDR-Bürger im eigenen Land eingesperrt, auch Wissenschaftler erfuhren ja wesentliche Einschränkungen ihrer Arbeit. Da war es wichtig, dass die Leopoldina den Wissenschaftlern in der DDR eine seltene Möglichkeit bot: Sie konnten sich mit ausländischen Spitzenforschern austauschen. Dafür waren auch die Jahresversammlungen ein wichtiges Forum – hier wurden Entwicklungen in Ost und West kritisch beleuchtet und diskutiert. Und so hat die Leopoldina geholfen, Verbindungen zu stiften und so auch unser Land zusammenzuhalten.

Die Leopoldina hat sich das Beste ihrer langen Geschichte bewahrt: Sie steht für wissenschaftliche Seriosität und für Kompetenz. Die Leopoldina wirkt mit deutlich vernehmbarer Stimme sachkundig und sachorientiert in den gesellschaftlichen Diskurs in unserem Land hinein, der ohne die wissenschaftliche Expertise bisweilen eine gewisse Tendenz zum Alarmismus hat. Sie nimmt diese Aufgabe, Politik und Gesellschaft zu beraten, als Nationale Akademie mit einer besonderen Legitimation wahr. Die inhaltliche Bandbreite der formalen Stellungnahmen ist beeindruckend. Das ist auch ein Beleg für die gute Zusammenarbeit der Leopoldina, insbesondere mit der Akademie für Technikwissenschaften acatech und der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften. Ein schönes Beispiel für diese gute Kooperation ist die Junge Akademie, die Leopoldina und die Berlin-Brandenburgische Akademie gemeinsam gegründet haben.

Die Stellungnahme der Leopoldina zur Präimplantationsdiagnostik wurde vielbeachtet und beeinflusste erst die Debatte im politischen Raum und schließlich auch die Gesetzgebung entscheidend. Das zeigt, welcher Stellenwert Ihrer Expertise seitens der Politik beigemessen wird. Sie nehmen zu zentralen Fragen Stellung, nicht nur innerhalb der Bundesrepublik, sondern international. Die gemeinsamen Erklärungen der nationalen Akademien zu den G8-Gipfeln sind dafür ein Beispiel.

Gerade in Zeiten komplexer gesellschaftlicher Herausforderungen sind glaubwürdige Informationen und fundiertes Wissen unverzichtbar, um auf sie aufbauend verantwortungsvolle Entscheidungen zu treffen. Deshalb braucht Politik Rat, und deshalb sucht Politik gerade auch den Rat der Wissenschaft. Die Ergebnisse und der Rat der Wissenschaft bilden eine gute Grundlage zum Abwägen verschiedener Möglichkeiten. Entscheiden muss allerdings am Ende stets die demokratisch legitimierte Politik.

Politik und Wissenschaft haben nicht nur unterschiedliche Aufgaben, sie unterliegen ja auch oft unterschiedlichen Logiken. Für den Wissenschaftler ist entscheidend, ob seine These aussagekräftig und belegbar ist – für den Politiker geht es um die Möglichkeit, das als richtig Erkannte in einem demokratischen Prozess dann auch umzusetzen. Dabei muss er oft Kompromisse schließen und auch Rückschläge einkalkulieren. Und er muss – und soll unbedingt – die gesellschaftlichen Folgen seines Handelns abwägen.

Wenn wir diese unterschiedlichen Aufgaben von Politik und Wissenschaft kennen und akzeptieren, können wir über die grundlegenden Aspekte von Wissenschaft und wissenschaftsbasierter Beratung nachdenken: Worin liegen ihre Möglichkeiten und Chancen? Und wo sind ihre Grenzen?

Ein tieferes Verständnis für die Wissenschaft – auch und gerade seitens der Politik – das ist der geeignete Ausgangspunkt, um guten Rat auch vernünftig nutzen zu können – ihn also nicht als zu abstrakt oder lebensfremd geringzuschätzen, ihn aber auch nicht unpolitisch zu überschätzen. Wir sollten uns auch im Klaren darüber sein, wie machtvoll oftmals der Zeitgeist öffentliche Debatten prägt. Denn das, was wissenschaftliche Expertise mit ihrem Sachverstand in diesem Moment in die Debatte einbringt, ist oftmals dem Zeitgeist nicht geheuer. Und deshalb ist es gar nicht so einfach mit der Politikberatung durch Wissenschaft: Denn andere Debattenteilnehmer und damit andere Interessen machen sich so vernehmbar in der Gesellschaft, dass die Politik in die Versuchung geraten kann, den Rat des Sachkundigen geringer zu achten als den Rat desjenigen, der gerade die Debatte dominiert. Ja, das muss einmal gesagt werden.

Ich möchte nun noch einige weitere Punkte zur Sprache bringen:

Man muss ja nicht wie ich in früheren Jahren Pastor gewesen sein, um auch ein bisschen Erleichterung darüber zu empfinden, dass es in der Wissenschaft nicht so etwas wie "letzte Wahrheiten" gibt. Wissenschaftsbasierte Beratung von Politik und Gesellschaft stößt zwangsläufig dort an ihre Grenzen, wo schlicht Wissen oder auch Erfahrungswerte fehlen: Als man zum Beispiel Fluorkohlenwasserstoffe einzusetzen begann, da konnte niemand ahnen, welche Folgen das für die Ozonschicht haben würde. Damals war das nicht einmal in Ansätzen abzusehen. Heute sind wir klüger. Doch beginnen wir erst jetzt, die komplexen Wirkungszusammenhänge des Klimawandels wirklich zu verstehen.

Auch sollte uns bewusst sein, dass es bei der Vermittlung wissenschaftlicher Erkenntnisse gelegentlich zu kommunikativen Missverständnissen kommt. So kennen wir alle das weithin beliebte Klagen über die angeblichen Irrtümer der Meteorologen. Doch die der Wetterprognose zu Grunde liegende komplizierte Wahrscheinlichkeitsrechnung ist uns Zuschauern zumeist schlicht nicht bewusst und könnte in der Kürze des Wetterberichts auch nur schwer erklärt werden – ein Beispiel dafür, dass wir uns so gern einmischen in Fachdebatten, obwohl wir grundsätzlich nichts davon verstehen.

Natürlich ist der Prozess der "Beratung" der Politik durch die Wissenschaft stets mehr als nur Wieder- und Weitergabe von Wissen. Interpretieren und beraten – das heißt eben auch gewichten und bewerten. Deshalb wird viel darüber gestritten, inwieweit Normen Ausgangspunkt wissenschaftlicher Empfehlungen an Politik und Gesellschaft sein sollen. Sie, lieber Herr Professor Hacker, haben diese Fragestellung als wesentliche Herausforderung der Leopoldina benannt: Wie lassen sich die "objektive Darstellung des wissenschaftlichen Kenntnisstands und die ethische Begründung normativer Ratschläge miteinander verbinden"? – so Ihre Frage. Ich bin gespannt, wie sich diese Debatte weiter entwickelt.

Und das bringt mich zu einem Wunsch, dem ich Ausdruck verleihen möchte, weil mir dieses Forum dafür auf so hervorragende Weise geeignet erscheint: Ich wünsche mir, dass die Wissenschaft noch stärker den Dialog mit der Gesellschaft sucht. Die Wissenschaft sollte selbst danach streben, über einzelne Themen wie über das Wesen der Wissenschaft beständig selbst aufzuklären.

Eric Kandel, einer der wichtigen Hirnforscher unserer Zeit – das passt ja sehr schön zum Thema Ihrer Jahrestagung – hat über das Verhältnis von Wissenschaft und Öffentlichkeit gesagt: "Wir als Wissenschaftler haben die Verpflichtung, unsere Arbeit jedem zu erklären. Vieles von dem, was wir tun, ist nicht so komplex, dass man es nicht in zwei, drei Sätzen beim Abendessen erklären könne. Zumindest nach drei Gläsern Sekt" Inwiefern Sie also letzterer Empfehlung folgen möchten, das muss ich natürlich Ihnen überlassen. Doch ich möchte Sie dazu ermutigen, Ihr Wissen anschaulich zu vermitteln, wo Sie nur können. Sie werden dabei sicher verallgemeinern müssen, um Ihre Forschung dem Laien in wenigen Sätzen zu erläutern. Ich sage dies auch in dem klaren Bewusstsein, dass nicht jeder große Forscher auch ein großer Vermittler sein kann. Das ist mir völlig klar. Aber ich bitte Sie doch: Haben Sie keine Scheu davor, Wissenschaft auch einmal zur "Populärwissenschaft" im positiven Sinn werden zu lassen. Es ist meine herzliche Bitte an Sie, sich dieser Verpflichtung hinzugeben und etwas dafür zu tun. Denn wir erleben gerade in der Politik, dass nicht nur die Entscheidungen, die dort getroffen werden, politisch wirksam sind, sondern auch die Art und Weise, wie Politik kommuniziert wird. Wir könnten geradezu sagen, Kommunikation ist Teil des politischen Handelns. Und das lässt sich sehr gut auf diesen Sachverhalt übertragen, zu dem ich soeben meine Meinung geschildert habe.

In einer Wissensgesellschaft hat Wissenschaft nicht nur die Aufgabe, die politisch Handelnden zu informieren und zu beraten. Wissensbasierte Politikberatung bedeutet auch, breit aufzuklären. Damit meine ich nicht nur einzelne Sachverhalte, so wichtig sie sein mögen. Nein, ich meine damit wie erwähnt auch das Aufklären über Wissenschaft selbst – so wie es die Leopoldina schon vielfach vorlebt. Ein besonders erfreuliches Zeichen dafür ist zum Beispiel, dass zu dieser Jahresversammlung auch hundert Schülerinnen und Schüler eingeladen wurden. Sie begrüße ich heute ganz besonders. Und ich wünsche mir von der Wissenschaft: Wagen Sie bitte mehr davon! Interesse für Wissenschaft, das ist doch keine Frage des Lebensalters. Und das sage ich nicht nur als jemand, in dessen Altersgruppe viele Menschen dem "Studium im Alter" nachgehen. Es lohnt sich, alle Altersgruppen anzusprechen, sie zu informieren über das wissenschaftlich Mögliche und sie auch für die Wissenschaft und ihre Möglichkeiten zu begeistern.

Ich habe über die verschiedenen Sphären von Politik und Wissenschaft gesprochen und darüber, wie die Wissenschaft auf die Gesellschaft zugehen kann. Noch zwei weitere Themen möchte ich kurz ansprechen, die entscheidende Grundlagen für wissenschaftsbasierte Beratung von Politik und Gesellschaft bilden: die Rolle der Wissenschaft im Kontext ethischer Debatten und die Akzeptanz und Förderung von Exzellenz.

Wenn wir in unserem Land über die Freiheit der Wissenschaft reden, so ist das kein wohlfeiler Allgemeinplatz. Sie ist ein so hohes Gut, dass sie in unserem Grundgesetz verankert ist. Diese Freiheit gilt also. Sie gerät dort an ihre Grenzen, wo sie gegen andere Grundrechte verstößt. Der technologische Fortschritt ermöglicht dem Menschen Eingriffe mit Folgen von bislang ungeahntem Ausmaß und wirft deshalb immer neue Fragen auf.

Wir sollten uns darauf besinnen, was Hans Jonas als einen Imperativ formuliert hat: "Handle so, dass die Wirkungen Deiner Handlungen verträglich sind mit der Permanenz echten menschlichen Lebens auf Erden." Wir wissen, dass wir den großen Herausforderungen unserer Zeit nur mit Innovationen begegnen können. Und doch müssen wir diesen Prozess verantwortungsvoll gestalten. Denn nicht nur unsere eigenen Interessen zählen, sondern auch die künftiger Generationen.

Wo wissenschaftlicher Fortschritt neue Grenzziehungen nötig macht, müssen wir sehr sorgfältig vorgehen: Wie gehen wir beispielsweise mit dem Potential von Erkenntnis und Anwendung der Gendiagnostik um? Der Zusammenhang "Geist – Gehirn – Genom – Gesellschaft" wird hier auf geradezu existentielle Weise offensichtlich.

Die Freiheit der Wissenschaft ist ein hohes Gut. Sicherlich darf Wissenschaft nicht stets einem zu erwartenden "Mehrwert" oder einer schnellen "Nutzbarkeit" unterworfen werden. Doch öffentlich geförderte Wissenschaft ist gegenüber der Öffentlichkeit durchaus rechenschaftspflichtig – vor allem in Zeiten knapper Kassen. Die Frage nach der Relevanz ist also kein Angriff auf die Wissenschaftsfreiheit. Solche Debatten müssen erlaubt sein und akzeptiert werden. Wir sollten unterscheiden zwischen volkswirtschaftlichem Nutzen und gesellschaftlicher Relevanz. Entscheidend ist die Bedeutung wissenschaftlicher Erkenntnis für die Gesellschaft.

Aber wahr ist auch: Die Wissenschaft hat einen außerordentlich wichtigen Beitrag geleistet zu unser aller Wohlstand, und manchmal haben wir das als selbstverständlich angesehen. Deshalb kommt dem Wissenschaftssystem in einem Hochtechnologieland wie dem unseren entscheidende Bedeutung für die Zukunftsfähigkeit des Landes zu. Ich freue mich, dass sich die Leopoldina aktiv an dieser Diskussion beteiligt, wie wir unser Wissenschaftssystem weiterentwickeln können.

Exzellente Forschung braucht ein Fundament in der Breite. Beides braucht die notwendigen finanziellen Mittel. In den vergangenen Jahren hat die Politik in Deutschland viel getan. Das wissen Sie besser als ich. Und die Politik hat auch viel erreicht: Ich denke an das "Paket der Pakte". Ich kenne aber auch die Sorgen vieler Wissenschaftler und der Wissenschaftsorganisationen, was sein wird, wenn die Pakte auslaufen. Und das steht uns ja bevor.

Ich denke auch daran, dass nicht nur der Staat, sondern auch die deutschen Unternehmen steigende Summen in Forschung und Entwicklung investieren. Ich begrüße das ausdrücklich. Und ich denke an das Wissenschaftsfreiheitsgesetz des Bundes.

Wir sollten nicht darum herum reden: Wir brauchen weitere Anstrengungen, wir brauchen neue Anstrengungen. Das europäisch vereinbarte Drei-Prozent-Ziel für Forschung und Entwicklung haben wir in Deutschland fast erreicht. Aber es liegt bei uns, welche Zielmarke wir uns darüber hinaus setzen wollen, welche Maßstäbe wir überhaupt an uns anlegen. Klar ist: Wenn wir Wohlstand und Lebensqualität in unserem Land auch für die Zukunft sichern wollen, dann müssen wir uns mit Wettbewerbern in der Welt messen.

Wenn wir in die Welt hinausschauen, dann wird uns klar, dass wir einen Umbruch auch in der Wissenschaft erleben. Andere Weltregionen – wie Asien – gewinnen weiter an Bedeutung. Das heißt: Auch wir müssen uns weiter anstrengen. Wenn wir unsere Hochschulen stärken wollen, werden wir auch über eine bessere Grundfinanzierung unserer Hochschulen reden müssen, ebenso über weitere Verbesserungen der Lehre. Wir brauchen dabei auch zuverlässige und transparente Karrierewege für unsere Nachwuchswissenschaftler. Und wir müssen konsequent die Chancen nutzen, die durch Internationalisierung der Wissenschaft entstehen. Wenn zahlreiche Studierende und Wissenschaftler an deutsche Institute kommen, dann ist das gut und sinnvoll. Wenn junge Deutsche zum Studium ins Ausland gehen, gilt dasselbe. Wir dürfen eben nicht nur Deutschland betrachten. Auch in Fragen der Wissenschaft ist der europäische Zusammenhang – und Zusammenhalt – von entscheidender Bedeutung.

Eine gute Bildungspolitik, so hören wir es immer wieder, rangiert regelmäßig ganz oben, wenn in Umfragen nach den wichtigsten politischen Themen gefragt wird. Ich bin mir sicher, dass die Menschen eine tragfähige Antwort von Bund und Ländern auf die Frage erwarten, wie zukunftsfähige Bildung, Forschung und Entwicklung in unserem Land aussehen.

Das ist angesichts der notwendigen Konsolidierung der öffentlichen Haushalte alles andere als eine einfache Aufgabe. Aber hier sollte für unser Land, für die Politik und für jeden Einzelnen gelten, was sich Ihre Gesellschaft, die Leopoldina, zum Wahlspruch erkoren hat: Nunquam otiosus – niemals müßig!

Nicht nur für Ihre Jahresversammlung, sondern auch für alle künftige Arbeit wünsche ich Ihnen von Herzen alles Gute.