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Woche der Welthungerhilfe


Liebe Mitbürgerinnen, liebe Mitbürger,

in unseren eigenen Kindern erkennen wir die Freude und die Potentiale, die in jedem Kind dieser Welt stecken. So geht es auch mir, wenn ich in die Gesichter meiner Enkel oder meiner Urenkel blicke. Damit jedoch Kinder ihre Möglichkeiten voll entfalten können, brauchen sie gerade in den ersten zwei Jahren neben Zuwendung und Liebe eine ausgewogene Ernährung. Mängel in dieser Zeit haben unumkehrbare Folgen: Sie beeinflussen das Wachstum des Körpers, die Entwicklung des Gehirns und die Anfälligkeit für Krankheiten. Ein Mangel an guter Ernährung in den ersten tausend Tagen bedeutet stets auch einen Mangel an Möglichkeiten im späteren Leben.

Mit der Würde des Menschen ist dies nicht vereinbar. Das Recht auf ausreichende Ernährung ist ein Menschenrecht, das gerade für Kinder gelten muss. Zum Glück engagieren sich unzählige Organisationen gegen Hunger und Armut. In diesem Kampf gegen Mangelernährung gibt es Erfolge, die uns hoffnungsvoll stimmen dürfen: Die Zahl der unterernährten Kinder ist seit 1990 um die Hälfte zurückgegangen.

Aber: Noch immer stirbt heute alle zehn Sekunden ein Kind unter fünf Jahren, weil es an Nahrung fehlt. Deshalb dürfen wir in unseren Bemühungen nicht nachlassen. Jeder kann etwas tun. Zum Beispiel: Unterstützen Sie die Welthungerhilfe.

Weitere Informationen:

Die Ansprache des Bundespräsidenten wurde am Sonntag, 13. Oktober 2013, um 18.56 Uhr im ZDF sowie um 19.56 Uhr in der ARD ausgestrahlt.

Der jeweils amtierende Bundespräsident ist seit Gründung der Welthungerhilfe 1962 Schirmherr der Organisation. Bundespräsident Gustav Heinemann hatte 1971 die erste Fernsehansprache zur "Woche der Welthungerhilfe" gehalten.